Schon seit neun Tagen gibt es jeden Tag ein anderes lustiges oder hübsches Bild in "Min Julekalender" von einem kleinen Kerl oder einer Frau oder beiden zusammen auf diesem Blog zu sehen. Wer sind die kleinen Gestalten und was haben sie mit Dänemark zu tun?
Es sind Nissen! Nein, keine Kopfläuse, sondern
kleine Gestalten, die zur Weihnachtszeit ihr Unwesen treiben, dem Weihnachtsmann helfen und dafür von den Familien mit Milchreis (dänische
risengrød) versorgt werden. Sie leben vor allem auf dem Land und kümmern sich um die Tiere der Bauern.

Quelle: www.visitnordjylland.dk
In den Familien sind vor allem die Kinder dafür verantwortlich, dass der Julenisse oder schwedisch
Tomte mit Nahrung versorgt wird. Geschieht das nämlich nicht spielt der Nisse, eine Art Kobold, der Familie Streiche.

Quelle: www.vejlebib.dk
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren nur männliche Nissen bekannt. Seit aber auch in der Welt der kleinen Geister moderne Zeiten angebrochen sind, gibt es auch immer mehr weibliche Nissen und natürlich Nachwuchs.
Wie alt die Nissen sind ist nicht bekannt. Es gibt aber Vermutung, dass Nisse nicht wie gerne geglaubt wird etwas mit dem Heiligen Nikolaus zu tun hat, sondern viel mehr mit dem Teufel. Der Teufel (dänisch
djævel) wird nämlich ab und an auch der alte Niels (dänisch
gammel Niels) genannt. Von Niels zu Nisse ist es sprachlich nicht ein so weiter Weg.
Denn die Geschichte der Nisse ist älter als die des Christentums in Dänemark. Daher kann es schon sein, dass es sich bei den Männchen und Frauchen in den grauen Kleidern mit den roten Mützen nicht unbedingt um Anhänger der christlichen Religion handelt. Vielleicht begleiten sie viel mehr Odin auf seinem Ritt mit dem Totenheer zwischen den Jahren.

Quelle: Dänische Botschaft in Berlin
Die roten Zipfelmützen heißen in Dänemark übrigens:
nissehue.
Besonders Hinweisen möchte ich euch auf einen Text der Dänischen Botschaft in Berlin:
Die Dänen haben einen Weihnachtskobold