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Sonntag, 20. September 2009

Fern- oder Heimweh, egal auf nach Dänemark

Gerade komme ich von einer ERASMUS-Party. Auch wenn kaum ERASMUS-Studis dar waren - die meisten Gäste waren doch Deutsch. Habe ich schon ein wenig Heimweh nach den schrecklichen Partys im Korallen-Wohnheim bekommen. Det var so hyggelig og lille der!

In meinem Heimweh habe ich dann in den Nachrichten gehört, dass bei Kopenhagen ein IC3 entgleist ist. Um etwas mehr zu erfahren habe ich beim ZDF gegoogelt aber statt mehr Informationen dazu, habe ich etwas anderes gefunden …

Eine WISO-Reportage wie man 2 Tage in Kopenhagegn für 150€ auskommt. Geht aber wirklich nicht einfach …
… dieser Bericht und vor allem die Bilder und Orte - ach, was für eine tolle Stadt Kopenhagen doch ist (Nørrebro, Christiania, Tivoli und und und) und hier geht es zu dem Fernsehstück.

Samstag, 13. Dezember 2008

Tivoli live

Nach Touristenattraktion Nummer 1 folgt jetzt eine Touristenattraktion Nummer 2: der Vergnügungspark Tivoli.


Der Park wurde 1843 damals noch vor den Toren Kopenhagens eröffnet, heute liegt er gegenüber dem Hauptbahnhof und ist daher für Reisende nicht zu übersehen. Der Tivoli ist sicher einer der kleinsten Vergnügungsparks der Welt, dafür aber sicher auch der einzige mitten in einer Stadt.

Neben der Achterbahn und dem Freefalltower, die auf dem Bild zu sehen sind, gibt es noch einige weitere Fahrgeschäft unter anderem ein Riesen-Kettenkarusell und natürlich jede Menge Fressbuden ;) - jeden Tag Jahrmarkt also außer Januar bis April, dann hat auch der Park mal Pause.

Zu den schönsten Jahreszeiten im Tivoli gehört die Vorweihnachtszeit "Jul i Tivoli" (dt. Weihnachten im Tivoli), dann wird der Park ein einziges großes Wintermärchen mit Weihnachtsmarkt.

Freitag, 12. Dezember 2008

Kopenhagen für Touris I

Neben der kleinen Meerjungfrau …


… gibt es in Kopenhagen auch noch ein paar weitere wichtige Touristenattraktionen. Etwa den Wachwechsel der königlichen Garde, der jeden Tag um 12 Uhr stattfindet. Die Rekruten der Leibwache laufen dabei von ihrem Sitz am Rosenborgslot zum Schloß Amalienborg, um dort dann, bei zur Zeit eisigen Temperaturen, für einige Stunden Wache zu stehen.

Im Sommer diesen Jahres ist die königliche Leibwache 350 Jahre alt geworden und das war dem ZDF einen Beitrag in Europa heute wert. Denn Bericht könnt ihr hier sehen.

Natürlich habe ich auch ganz fleißig Fotos von den Jungs gemacht:

Sonntag, 5. Oktober 2008

Über ein kleines englisches Antiquariat …

So von außen betracht sah dieser Laden doch ganz süß aus. Meine beiden deutschen Anglisten hätte ich beim ersten Mal fast nicht mehr wieder gesehen, so glücklich waren die über dieses Antiquariat.


Ich muß gestehen, beim ersten Mal habe ich mich nicht so weit rein getraut. Aber am Freitag wollte ich es dann doch noch mal wagen … vor allem weil mir langsam der Lesestoff ausgeht ;)
Und ich kam gerade richtig zu der Eröffnung einer kleinen Ausstellung in dem Geschäft. Die ausgestellten Stücke fand ich zwar nicht so inspirierent aber den hinteren Teil des Ladens schon:



















Mannohmann, so viele Bücher! Aber es gibt hier nicht nur englische, sondern auch dänische und ein paar deutsche. Und dabei handelt es sich nicht nur um (Liebes-/Fantasy-/Horror-) Romane, sondern auch um Bücher zur (Nordischen) Geschichte, Ägyptologie, Philosophie, Buddhismus usw.
Ich bin zwar wieder raus gekommen, aber beim meinem nächsten Besuch in Kopenhagen werde ich mich da wieder hin verirren.

PS: Falls ihr irgendwann nach København kommt und das Geschäft besuchen wollt: Beim Rundenturm in die Skindergade.

Samstag, 4. Oktober 2008

Nørrebro

Das Kopenhagener Stadtviertel Nørrebro (dt. nördliche Brücke) gilt als eines der Ausgehviertel der Stadt.

Im 18. Jahrhundert war dieser Teil der Stadt aber zunächst das Armen- und Handwerkerquartier. Denn das Viertel lag außerhalb der wohlhabenden Innenstadt, direkt an einem der Hilfsfriedhöfe. Auf diesem Ausweichfriedhof (Assistens Kirkegård) sind übrigens die beiden bekanntesten Männer Dänemarks beerdigt: Hans Christian Andersen und der Philosoph Søren Kirkegaard.

Doch ab Mitte des 19. Jahrhundert zogen auch die unteren Beamten und einfache Bürger hierher. Schnell setzte ein Bauboom ein und die Zahl der Bewohner stieg steil an, begünstigt durch die Industrialisierung Dänemarks.

Nach einem Beschluß aus den 1960 wurde das Viertel saniert. Ab 1970 begann man mit der Sanierung und als Folge davon auch mit dem Abriß von Häusern, dies führte zu massiven Unruhen. Auch heute noch ist das Viertel für seine Unruhen bekannt. Etwa im Dez. 2006 und im Frühjahr 2007 als es wegen der Schließung des Ungdomshuset (dt. Jugendhaus) zu Straßenschlachten zwischen Linksautonomen und der Polizei kam.

Am vergangen Freitag habe ich mich aufgemacht dieses Viertel etwas näher kennen zu lernen.
Auf der Karte könnt ihr meinen Weg folgen.



Ausgangspunkt dieser kleinen Tour war die Nørreportstation. Von dort aus bin ich die Nørrebrogade hoch gelaufen über die Nørrebro, das Herz des Viertels. Vorbei an Designershops für Lampen oder Stühle, an kleinen ökologischen Bäckereien, an Fotoläden und Brautshops. Und dann nach der Brücke zunehmend an billigeren Supermarktketten, Drogerien und Secondhand-Läden des Roten Kreuzes. Noch weiter die Straße entlang an arabischen Kleiderläden, türkischen Gemüseverkäufern und Dönerbuden.

Bis ich schließlich direkt am Friedhof auf den Jagtvej stieß. Den bin ich dann kurz entlang. Denn der Jagtvej ist schon lange kein Weg mehr, sondern eine dichtbefahrene Straße. Weiter in eine kleine grüne Nebenstraße und dann langsam zurück. Die Guldbergsgade wirkt wie ausgestorben, währen da nicht die vielen vielen Radfahrer, die aus der Stadt von der Arbeit kommen oder hineinfahren zum ausgehen, den immerhin ist es Freitag nach 17 Uhr. Alle anständigen Menschen sind beim Essen, denn die Menschen auf den Rädern sind ausschließlich junge Studenten.

Hier in der Seitenstraße parken viele schöne Autos: Audis, Mercedes, VW Golf; aber keine Rostlauben. Man merkt das alte Arbeiterviertel ist nicht mehr ganz billig, es gibt nur noch ein oder zwei kleine Märkte, die vierundzwanzig Stunden auf haben. Die Muslima, die mir begegnet sieht gehetzt aus. Aber aus der Eckkneipe hört man schon Stimmen. Also doch nicht so ausgestorben.

Die Häuser sehen alle gleich aus, auch wenn das Viertel durch die großen Straßen und die vielen Bäumen nicht nach Arbeiterviertel aussieht. Irgendwas aus dieser Zeit ist doch hängen geblieben. Und man kann noch sehr gut sehen, in welcher Zeit die Umgebung entstanden ist. Die Bunker sind zwar versiegelt, aber noch nicht aus der Welt. Diese Bunker wurden noch vor dem ersten Weltkrieg erbaut.

Zurück auf "dicht" befahrene Radfahrerstraße, auf der anderen Straßenseite eilt ein junges Paar mit Kind zu einer privaten Verabredung: er in Jeans und Jackett das Kind in eine einfache Decke gewickelt im Arm; sie im Pelzmantel mit Sektflasche in der Hand. Gegenüber dem Hauseingang in dem sie verschwinden, ein Haus mit Gartenlaube, die als Probewand für Graffitis gebraucht wurde.

So langsam nähere ich mich wieder den Straßen, wo nicht nur gewohnt sondern auch verkauft wird. 24h-Laden, neben Secondhand-Laden und dem ersten Shop eines jungen Modedesigners. Die Friseuse sitzt noch hinter der Kasse und macht Abrechnung. Gleichzeitig geht die Sonne unter und das staatliche dänische Radio DR baut in der Disko RUST gerade sein Equipment auf. Davor stehen drei große Übertragungswägen mit ausgefahrenen Antennen und am St. Hans Torv ist noch gar nichts los.
Der St. Hans Torv ist einer der Plätze für Nachtschwärmer in Kopenhagen und von ihm weg führt die Elmengade, hier gibt es einige schräge Kneipen, etwa "The Laundromat Café" (Café und Waschsalon in einem) und viele Sushi-Bars, außerdem das Øl, wo auch das Bier vieler kleiner dänischer und internationaler Brauerein ausgeschenkt wird.
Mitten über der Straße hängt ein Gummientchen in der Luft.
Und dann ist man schon wieder auf der Nørrebrogade im abendlichen Freizeitverkehr Richtung Innenstadt.

PS: Hier noch ein paar Bilder meines Ausflugs:

Samstag, 27. September 2008

U-Bahn fahren

Nachdem ich euch gestern über das Zugfahren in Dänemark berichtet habe, will ich heute von meinen Erfahrungen mit der Kopenhagener U-Bahn erzählen und zeigen.
Die Kopenhagener Metro liegt tief unter der Stadt.


Zwei lange Rolltreppen muß man hinunter fahren und dann steht man auf dem Bahnsteig, aber hinter verschloßen Glastüren. So kann sich keiner vor der Zug werfen, den die Kopenhagener Metro fährt ohne Fahrer.
Die Metro Kopenhagen hat zwei Linien, die beide von West nach Ost führen und vor allem dazu dienen die Innenstadt Kopenhagens zu vernetzen.
Da die Metro wie gesagt ohne "Piloten" auskommt, erlaubt das dem Mitfahrenden ganz vorne zu sitzen und die Fahrt unter den belebten Straßen Kopenhagens direkt mit zu erleben.



PS: Ein Hinweis zur ZDF Mediathek: Roms Unterwelt-Schatzsucher in Zeitnot in der Suche eingeben. Ein sehr interessanter Bericht über die Probleme beim Bau einer U-Bahn wie der Kopenhagener, nur noch schwieriger. Immerhin geht es um Rom!

Freitag, 12. September 2008

Sømods Bolcher – kongelig hofleverandør

Sømods Bolcher liegt in einem Hinterhof, Nahe der Zugstation Nørreport, mitten in Kopenhagen. Von außen sieht der rote Laden eigentlich ganz unscheinbar aus, aber schon der Eingang verrät: hier wird eines der köstlichsten Geheimnisse des Königreichs hergestellt. Sømods Bolcher stellt die berühmten dänischen Bonbons her, aber nicht nur für normale Menschen – sondern auch für die Königin. Denn er ist der königliche Hoflieferant und das steht groß über dem Geschäft.


Innen geht es dagegen eher beschaulich zu, der Verkaufsraum sieht aus als hätte er sich seit der Gründung nicht verändert alles aus Holz, die Metalldosen in denen die Bonbons aufbewahrt werden: verbeult und angerostet. Die Kasse wie aus Urgroßmutterzeiten und an zwei Wänden hängen Schaukästen mit den über 60 Bonbonsorten, da steht man dann davor und muß sich entscheiden.


22,50 DKK kosten 100g, das sind rund 3€ für einen königlichen Genuß nicht viel. Abgewogen werden die Kostbarkeiten auf einer ganz alten Hauswaage mit Gewichten. Wenn man sich also endlich zwischen Lakritze, Ananas, Himbeere, Husten Bonbons, Flagge, Königs Bonbons, Bismarck und wie sie nicht alle heißen entschieden hat, dann sagt man gleich an wieviel Gramm man möchte.


Die Dame hinter dem Tresen ist schnell und weiß genau wo Bismarck- und Bananenbonbons stehen und mischt sie fröhlich zusammen, so viel man möchte.
Gerade sind wir am gehen, da kommt das Angebot doch bei der Herstellung zu zusehen. Hmm, sehr gerne.

Die braune heiße Karamellesoße ist schon auf der eingefetteten Arbeitsfläche ausgebreitet und als wir herein kommen, wird gerade eine rote Flüssigkeit darüber gespritzt und alte Bonbons dazugegeben. Danach wird der „Teig“ geteilt und darf etwas erkalten.
Im Anschluß wird die erkaltende aber noch sehr flüssige Masse kontinuierlich aufeinander aufgehäuft. Anstatt den Teig zu rühren, wird er immer wieder mit einem Spachtel von der Arbeitsfläche gekratzt und wieder oben auf die zähflüssige Masse darauf gehäuft. Wie ein zähflüssiger Vulkan sieht das ganze aus, weil es auch ständig wieder verläuft und so das ganze ziemlich schnell von braun zu rot vermischt wird.
Jetzt wird noch Aroma untergemischt und auf einmal duftet es in der ganzen Stube nach Ananas. Uns dämmert, dass sind trotz der rosa Farbe keine Himbeerbonbons - sondern Ananas.

Nun werden die Ventilatoren eingeschaltet, so dass die Bonbonteigmasse schneller abkühlt. Wie lang muß das früher wohl gedauert haben? Nun ist der Teig schon nach wenigen Minuten kalt genug um uns drei Stücke mit der Schere abzuschneiden – die Masse ist heiß und klebrig, man kann die Bonbons noch wie Kaugummi kauen. Während wir da stehen und nicht so recht wissen, ob wir die Rohbonbons lutschen oder kauen sollen, geht die Verarbeitung des Teigs schon weiter: je ein Mann wirft eine Teighälfte über einen riesigen Fleischerhaken, der an einem Stützbalken des Hauses angebracht ist.
Die Masse biegt sich unter ihrem eigenen Gewicht und wird von den Männern langgezogen, kurz bevor die Bonbonschnur droht zu zerreißen wird sie doppelt genommen und wieder über den Fleischerhaken geworfen, fast als würde man Gummiseile über einen Stab werfen.
Die süßen Seile sind schwer und nachdem sie nun lang genug in dünnere Seile gezogen worden sind, werden sie nun in kurze Schnüre zerschnitten und dann von einer uralten Maschine, die noch von Hand bedient wird, in handliche Stücke zerkleinert. Nun müssen die Bonbons nur noch abkühlen und sind dann bereit gekauft und gelutscht zu werden.


Die Sorten im Uhrzeigersinn: Flagge (schmeckt nach Himbeer), Bismarck (Pfefferminze), Husten Bolcher (Lakritze) und Ananas.

Sonntag, 7. September 2008

Dänische Exkursion

Für die einen war der erste September Labour Day, für die anderen der Start in den Unialltag und in eine spannende Einführungswoche, wie ich sie aus Tübingen nicht kenne.
Denn am Mittwoch stand eine kostenlose Exkursion durch Kopenhagen auf dem Wasser und zu Land an. Thema dabei war die Stadtentwicklung und -geographie der dänischen Hauptstadt.
Los gings per Boot um die neusten Ideen der Stadtplaner und Architekten zu begutachten. Hier einige Impressionen:




Dann zu Fuß. Zunächst aber Mittagessen in die Kantine der Kunst-, Musik-, Architektur- und Schauspielhochschule (habe jetzt hoffentlich nichts vergessen!) und hier gab es dann diesen grünen Kuchen - schmeckte besser als er aussah:


Frisch gestärkt begann nun ein etwa zweistündiger Fußmarsch durch die ebenfalls neuesten Projekte der hauptstädtischen Stadtplaner. Peter, unser Dozent, erzählte dabei von den aktuelle Diskussionen in Dänemark: etwa, ob man gläserne Designerhäuser fotografieren dürfte, weil das ja die Bewohner in ihrem täglichen Leben stören würde. Auch berichte er den dänischen wie ERASMUS-Studenten von dem Wunsch Kopenhagens in irgendeiner städtebaulichen Sachen: die tollste, schönste oder beste zu sein. Denn die Dänen fangen erst an energiesparend zu bauen und besonders hoch, tief oder sonst irgendetwas sind ihre Häuser auch nicht. Daher ist nun das Ziel, in irgendeiner Stadtbaudisziplin Weltspitze zu werden: wie wärs mit Glasfassaden?



Nach dieser Tour der neusten Stadtbauprojekte Kopenhagens gab es noch eine spezielle ERASMUS-Tour durch eines der touristischen Highlights Kopenhagens: Christiania. Da unser Dozent Peter hier selber zwei Jahre gelebt hatte, konnte er allerlei berichten, etwa darüber wie man in dem "Freistaat" überhaupt einziehen kann, denn Wohneigentum gibt es hier nicht:
Wenn jemand aus welchen Gründen auch immer aus Christiania auszieht, dann kann er nicht selbst darüber entscheiden wer sein Zimmer oder seine Wohnung übernimmt, das entscheidet die Gemeinschaft.
Zunächst muß man also als Einziehwilliger wissen wo etwas frei ist. Dann muß man bei dem Haus oder der WG anfragen, ob sie einen aufnehmen würden (gut ist daher, wenn man schon länger in Christiania gearbeitet hat und einen Fürsprecher im Haus hat). Das müßen die dann diskutieren und absolut einstimmig beschließen, dann kann man einziehen.
Alternativ und schneller kann man auch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen Bauwagen oder ein einfaches Häuschen irgendwo hinstellen. Früher war das problemlos möglich, heute bestehen auch die Bewohner von Christiania auf ihre Ausgleichs- und Grünflächen und zudem hat die Stadt Kopenhagen ein bisschen Einflußnahme zurückgewonnen und dieses schnelle Bauen aus Feuerschutzgründen verboten.

Christiania verfügt über eine eigene Währung Lon. Mit dieser werden alle Arbeiten innerhalb Christianias bezahlt und man kann nur damit einkaufen. Leider war ich in keinem Geschäft, so dass ich nicht sagen kann, ob man als Besucher nicht auch in Kronen zahlen kann. Auch Produzenten, die in Christiania etwas herstellen, zahlen einen prozentualen Anteil in die Gemeinschaftskasse ein. Manchen sind die "Steuern" aber zu hoch und so wird auch schon im dänischen Ausland produziert.

Der Verkauf von harten Drogen ist in Christiania verboten. Nur Haschisch, Alkohol und Zigaretten sind erlaubt und auch frei verkäuflich. Das mit dem Haschisch gilt aber nur für Christiania, denn sonst ist der Handel mit dieser Droge in Dänemark verboten.

Christiania hat nicht nur eine eigene Währung sondern auch eine eigene Post. Alle Bewohner Christianias haben ein und die selbe Adresse: man kann sich seine Post also entweder jeden Tag abholen oder den "staatlichen" kostenpflichtigen Auslieferservice nutzen.



Übrigens ganz sicher vor staatlicher Gewalt ist Christiania noch nicht - zu Straßenschlachten mit der Polizei kommt es bis heute immer wieder.
Mein Dozent hat erzählt, dass er vor ein paar Jahren Besuch von einem spanischen Geographie-Professor bekommen hatte. Diesem wollte er den Spiseloppen, das Restaurante in Christiania, zeigen. Als sie aber an die Kreuzung vor dem Eingang kamen, war da gerade eine Auseinandersetzung zwischen Bewohnern und Polizisten im Gange. Die beiden Männer haben trotzdem probiert sich daran vorbei zu schieben, was nicht geklappt hat. Stattdessen wurde der spanische Professor von der dänischen Polizei durchsucht, das konnte Peter natürlich nicht unkommentiert lassen und so landeten die beiden dann in Polizeigewahrsam - nicht lange, aber ins Restaurant kamen sie nicht mehr.

Der Eingang nach Christiania ist übrigens vor ein paar Jahren verlegt worden: von der Kreuzung (roter Kreis) in die Mitte des Straßenverlaufs (grüner Kreis).

(Quelle: maps.google.com/maps)

Dadurch kann die Polizei nicht so gut aufmaschieren, wenn es wieder Ärger geben sollte.