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Sonntag, 11. Januar 2009

Ein Semester geht zu ende …

So langsams merkt man es einfach. Das Semester hier geht mit schnellen Schritten zu ende. Die Semesterarbeiten sind eingereicht, die ersten Kollegen haben schon ihre Abschlußprüfungen gemacht, die ersten sind auch schon abgereist. Andere kommen erst in der nächsten Woche, weil sie ein ganzes Jahr hier sind und dann möglichst lange zu Hause sein wollen.

Ich habe im Moment einfach Zeit! Zeit mich um Liegengebliebenes zu kümmern, mich auf das nächste Semester in Deutschland vorzubereiten. Die Spanier und ihre Freunde auf meinem Flur hängen jetzt die ganze Zeit zusammen rum, weil einige von ihnen sich bald verabschieden werden – Trennungsschmerz.

Ab Mittwoch steht bei mir dann der Endspurt an, da bekomme ich dann meine Fragestellung über die ich mit meinen Prüfern 45min diskutieren darf. Die Fragestellung ergibt sich aus der Semesterarbeit, soll aber darüber hinausgehen und auch andere Teile meines Wissens ansprechen. Bin schon sehr gespannt wie die Fragestellung aussieht. Morgen werde ich mir die wichtigsten Bücher zu meiner Semesterarbeit aus der UB holen und mich wieder ein wenig einlesen.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich …

… so fröhlich, so fröhlich war ich nie! Dieses Lied aus der Kinderserie Alfred J. Kwak kann ich jetzt auch endlich wieder singen. Heute ist meine Semesterarbeit fertig geworden. Seit 5 Wochen gab es für mich eigentlich nur noch ein Thema "Nachhaltigkeit in der Stadt - Hedebygadekarréen in Kopenhagen". Auf 36 Seiten habe ich dieses Thema in der Theorie und am Beispiel bearbeitet und diskutiert.

Am vergangen Wochenende Dank der Hilfe meiner Eltern alles korrigiert – vielen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal – und heute auch noch die allerletzten Kleinigkeiten ausgebügelt. Endlich fertig!
Mein Schlafrythmus hatte sich, wie der so vieler hier, komplett verschoben. Das ist wirklich wahr, auf einer Geburtstagsfeier letzte Woche habe ich erfahren, das einige meiner Kollegen auch erst nachts um 5 Uhr ins Bett gehen und davor die ganze Nacht durcharbeiten.

Heute also früh ins Bett. Morgen Abgabe und dann endlich mal wieder entspannt nach Kopenhagen fahren und den Tag genießen. Juuh, Weihnachten kann nun kommen!

Samstag, 29. November 2008

Meine kleine Welt


Hier ein kleiner Einblick in meine kleine ERASMUS-Welt
im Stadtteil Terkroner, Roskilde, Dänemark.


PS: Wer das ganze in Originalgröße möchte, kann mir einfach eine Email schreiben. (siehe Kommentar – hat sich also erledigt.)

PSS: Seit drei oder vier Tagen habe ich hier keine Sonne mehr gesehen. Falls sie jemand bei sich gesehen hat, könnte er sie auf dieses kleine Königreich nördlich von Deutschland hinweisen. Wir würden uns sehr über ihren Besuch freuen.

Samstag, 8. November 2008

Flensburg

So langsam näher wir uns dem Ende meiner Festlandreise vor zwei Wochen. Noch zwei Stationen gibt es zu bestaunen. Heute erstmal Flensburg.

Flensburg, die nördlichste Stadt Deutschlands, liegt direkt an der deutsch-dänischen Grenze und das nicht ohne Grund. War die Stadt, die von deutschen Autofahrern nicht geliebt wird, doch früher Teil des Herzogtums Schleswig.

Schleswig war ein sehr schwieriges Herzogtum, immerhin lebten nicht nur Dänen und Deutsche hier zusammen. Sondern nach dem "Aussterben" der Herzogsfamilie ging das Land an das dänische Königshaus. Das war aber problematisch, denn das Herzogtum war auch Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Ende vom Lied: der deutsch-dänische Krieg Teil II.

1920 nach dem ersten Weltkrieg wurde in Schleswig über die nationale Zugehörigkeit abgestimmt. Seitdem ist das Gebiet des ehemaligen Herzogtums geteilt in Nord- und Südschleswig.
Nordschleswig gehört zu Dänemark. Südschleswig ist heute der nördliche Teil des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Flensburg ist auch Sitz der europäischen Zentrale für Minderheitenfragen und das nicht ohne Grund immerhin leben hier schon jahrhundertelang unterschiedliche Nationalitäten und Sprachen zusammen. Neben der deutschen und dänischen Sprache gibt es auch noch friesisch und sønderjysk.

Freitag, 7. November 2008

Von UB's und schlechtem Wetter

Der dänische Winter hat begonnen! Seit gestern nachmittag regnet es durchweg, mal mehr, mal weniger. Gerade wieder mal wieder etwas stärker. Die Ente im Uni-Teich vor der UB schreckt das nicht und so ziehen sie weiter ihre Runden. Mich schon und so habe ich mich zu Lernen in die Universitätsbibliothek der RUC verzogen.

Hier drinnen sitze ich also und lese Raleigh und Urdal und trinke eine heiße Schokolade. Ja, ihr habt richtig gelesen: in Roskilde darf man in Uni-Bücher stöbern und dazu Kaffee oder heiße Schoki trinken! Man darf auch essen und seine Taschen und Jacken mit in die UB schleppen. Sachen, die in Tübingen sofort zu einer Auseinandersetzung mit den Aufsichten führen würden, sind hier kein Problem. Reden oder telefonieren sind ebenfalls erlaubt.

Oh, du schönes freies Dänemark!



In diesem Sinn allen ein frohes Schaffen!

Montag, 3. November 2008

Mor og far skal skilles

Im Rahmen einer Hausarbeit habe ich gerade eine Homepage durchgelesen, die sich mit dem Thema Scheidung beschäftig. Aber aus Sicht der Kinder: Mor og Far skal skilles (Mutter und Vater sollen sich scheiden) - eine gute Sache hilft so etwas doch hoffentlich den Kindern in dieser Zeit weiter. Solche Homepages entwickelt hier in Dänemark der Staat - interessant wo es doch nirgendwo auf der Welt so einfach ist zu heiraten wie hier.
Das war aber nicht die einzige spannende seltsame Seite im Internet, die ich im Rahmen meines Dänisch Kurses hier bearbeitet habe:
Ny i Danmark (Neu in Dänemark) oder Danmark i kø (Dänemark im Stau) gehören sich auch dazu.

Heute habe ich noch eine sehr nette Seite entdeckt. Wer von euch auf den Geschmack gekommen ist und gerne mal dänische Sprache hören würde, dem kann ich folgende Seite an Herz legen:
Lybog.com - hier kann man z. B. die Märchen von H.C. Andersen im Original hören.
(Einfach Eventyr anklicken und dann unter H.C. Andersen dessen Märchen anhören)

Sonntag, 2. November 2008

Facebook

War in Deutschland StudiVZ meine ständig Quelle um Kontakt zu halten, Bilder zu sehen und zum Geburtstag zu gratulieren, nimmt in einem ERASMUS-Semester definitiv Facebook diese Stelle ein und wird der beste Freund der Hanna.

Als ich letzte Woche aus Jütland zurückkam, war die erste Handlung: einer anderen Deutschen Facebook einzurichten und die neuen Freunde zu suchen und hinzuzufügen.
Man ahnt, dass man schnell Namen und Gesichter vergisst, wenn man sich die Namen beim Dröhnen der Musik auf irgendeiner Party zu ruft und die Gesichter meist nur aus dem Halbdunkel eben jener Feiern kennt.
Ich habe das Gefühl bald jeden hier zu kennen, was auch durch aus richtig sein könnte. Denn so viele internationale Studenten gibt es hier gar nicht. Insgesamt sind wir wohl etwas über 120 ausländische Studis. Eine kleine Gemeinschaft irgendwo im Nichts.

So, habe gerade noch die letzten neuen Kontakt vom vergangen Wochenende hinzugefügt.
Networking ist echt anstrengend und vor allem zeitraubend - aber unglaublich spannend.