Sonntag, 30. November 2008

Weihnachten und Märchen

Heute am ersten Advent beginnt auch wieder die Zeit der Märchen. Ob Disney oder als Weihnachtsgeschichten, wie A Christmas Carol oder Der kleine Lord.

Einer der größten Märchenerzähler und - dichter der Welt kommt aus Dänemark: Hans Christian Andersen.
Geboren wurde er 1805 in ärmlichen Verhältnissen in Odense auf der Insel Fünen als Sohn eines Schuhmachers. Sein Vater legte viel Wert auf die Bildung des einzigen Kindes, da er selbst auch eine relativ hohe Bildung für seinen Beruf besaß. Er weckte schon früh die Liebe Andersens zum Theater. Nach dem Tod des Vaters, mußte die Mutter das Kind mit einem mageren Wäscherinnengehalt durch bekommen, was durch die politischen Umstände der Zeit sehr erschwert wurde.
Mit 14 Jahren ging H. C. Andersen nach Kopenhagen um Schauspieler zu werden. Er fand sehr bald Gönner, die zunächst seine akademische Bildung vorantrieben, später auch einige seiner Reisen finanzierten. Mit 30 Jahren begann er damit Romane und dann auch Märchen zu schreiben.
Ein Freund sagte ihm damals: "Durch die Romane wirst du berühmt, durch die Märchen unsterblich." Und so sollte es auch kommen. Noch heute ist er ein Botschafter Dänemarks, wenn auch indirekt. Er verstarb im Altern von 70 Jahren im August 1875 in Kopenhagen. Schon zu seinen Lebzeiten war er durch seine Märchen weit bekannt und in aller Welt beliebt.

Von H. C. Andersen stammen etwa: Die kleine Meerjungfrau oder Die Prinzessin auf der Erbse oder auch Des Kaisers neue Kleider.



PS: Hier gibt es noch ein paar Märchen von H. C. Andersen zum Anhören.

Samstag, 29. November 2008

Meine kleine Welt


Hier ein kleiner Einblick in meine kleine ERASMUS-Welt
im Stadtteil Terkroner, Roskilde, Dänemark.


PS: Wer das ganze in Originalgröße möchte, kann mir einfach eine Email schreiben. (siehe Kommentar – hat sich also erledigt.)

PSS: Seit drei oder vier Tagen habe ich hier keine Sonne mehr gesehen. Falls sie jemand bei sich gesehen hat, könnte er sie auf dieses kleine Königreich nördlich von Deutschland hinweisen. Wir würden uns sehr über ihren Besuch freuen.

Freitag, 28. November 2008

Grönland - Ein Reisebericht

Im GeoReise Magazin September 2008 war die Ostküste Grönlands Thema eines Reisebericht. Denn eigentlich ist die Westküste das Ziel der Touristen, aber nun arbeitet auch die Ostküste daran, ein Ziel der Fremden zu werden.
Katja Senior berichtet von ihren Eindrücken bei einer Familie, die als eine der zuverlässigsten der Ostküste gilt.

Donnerstag, 27. November 2008

Den Fynske Landsby

Wie sah so ein altes dänisches Dorf eigentlich aus? Wie lebten die Menschen im 19. Jahrhundert auf dem Land? Wie groß waren sie?

Wer solche Fragen hat, ist im Museum "Den Fynske Landsby" genau richtig. Die schönsten Bauernhäuser der Insel versammelt in einem Freilichtmuseum mit Schweinen, Gänsen, Hühnern und Katzen zum Anfassen.

Der Aufenthalt beginnt zunächst mit einem kurzen Film über die Geschichte der dänischen Bauernfamilie. Dabei lernt man dann, dass die Frauen durch die Mechanisierung zwar von ihrer schweren Arbeit befreit wurden, gleichzeitig aber auch an Bedeutung im Haushalt einbüßten.
Und dann gehts ab ins Dorf.

Tivoli bei Youtube

Hier schon mal eine Empfehlung um ein bisschen in dänische Weihnachtsstimmung zu kommen, denn ab Sonntag geht es hier richtig los:

Mittwoch, 26. November 2008

Grönland stimmt für die Neuerungen

Quelle: sermitsiaq.gl/politik/article64694.ece

Ab Juli 2009 wird Grönländisch Amtsprache in Grönland.
Die Einwohner haben den neuen Vertrag mit Dänemark, der ihnen mehr Recht gewährt, angenommen mit einer überwältigenden Mehrheit von über 76 %. Es haben 71 % an der Wahl teilgenommen. Über 39.000 Grönlander waren aufgerufen zu wählen, 28.260 haben sich auf den Weg zur Wahlurne gemacht. In einem Land in dem die Temperaturen jetzt schon bei -6°C (Nuuk) liegen und die Sonne es gerade mal 4 1/2h über den Horizont schafft, gar nicht so einfach.

In den meisten Wahllokalen war das Ergebnis mal mehr, mal weniger dem nationalen ähnlich. Aber es gab auch Abweichler, z. B. die Gemeinde Pituffik in der 56% gegen den Vertrag stimmten. 56% bei 66 Wählern ist nicht so wahnsinnig viel. Aber hier zeigt sich mal was es heißt wenn 60% nicht zur Urne gehen, bei 165 Wahlberechtigen merkt man das ganz schnell.

Grönländer für mehr Autonomie (FAZ)

Dienstag, 25. November 2008

Grönland: Referendum auf der Insel

Heute beim Mittagessen in der Kantine gab es an der Universität Roskilde für die ERASMUS-Studenten nur ein Thema: das Referendum in Grönland.

Die größte Insel der Welt stimmt über einige Änderungen im Bezug auf seine Rechte ab. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, aber wie die Farören nicht Teil der EU. Es ist außenpolitisch abhängig von Dänemark, aber innenpolitisch relativ frei. Seit langem aber will Grönland unabhängig werden von Dänemark, von dem es nicht nur politisch sondern auch finanziell abhängt.

Nein, die Kleine hat kein Stimmrecht.
Sie wirft nur den Stimmzettel ihrer Mutter ein.
Quelle: www.ligetil.nu

Von der hjemmestyre (Selbstverwaltung) zur selvstyre (Selbstregierung) ist das Motto. Was heißt das im Einzelnen?
Zunächst einmal würde in der Präambel Grönlands die Gleichheit von Dänen und Grönländern festgeschrieben werden, dass würde sich in so fern bemerkbar machen als das im Sommer 2009 mit Inkrafttreten der Neuerungen Grönländisch Staatssprache werden würde.
Zum anderen würden die Grönländer noch mehr Selbstständigkeit in der Verwaltung und Gesetzgebung übertragen bekommen, etwa bei der Polizei. Bis jetzt haben sie schon die Bereiche Bildung, Kultur und Gesundheit.
Schwieriger ist die Sache mit der dänischen Finanzhilfe und den Ressourcen, die unter grönländischem Eis (wahrscheinlich) lagern. Dänemark steckt im Moment jedes Jahr 3,2 Milliarden Kronen in die Insel. Das ist, laut FAZ, die Hälfte des Insel-Haushalts.
Aber wenn Grönland unabhängig werden möchte, dann ist Kopenhagen auch nicht mehr bereit soviel Geld in das Land zu investieren. Ohne den Zuschuß aber würde das Land aber sehr schlecht dastehen.
Man hat sich auf einen Kompromiß geeinigt. Grönland darf seine Öl- und Gasfelder nicht verkaufen, etwa an russischen Investoren. Dafür kooperieren Kopenhagen und Nuuk um die Ressourcen gemeinsam auszubeuten. Sollte die Erschließung der Felder erfolgreich sein, würde Dänemark seine Zuschüsse zurückfahren.

Die wichtigesten Dinge bleiben beim Alten.
Die Grönländer haben nach wie vor einen dänischen Paß und die dänische Krone. Außen- und Sicherheitspolitik werden immer noch im Folketing (dänisches Parlament) und nicht im Landsting (grönländisches Parlament) gemacht. Auch viele Verwaltungsbeamte, Lehrer und das Militär kommen nach wie vor vom "Festland". Außerdem wird das Referendum in der dänischen Press im Inlandsressort abgehandelt und das wird wohl auch noch eine Zeitlang so bleiben.

Das Wahlergebnis gibt es übrigens laut der grönländischen Zeitung Sermitsiaqs ab 20:00

Hier noch einige Artikel zum Thema "Referendum in Grönland":
Der Preis der Unabhängigkeit (FAZ)
Auf Permafrost und Alkohol gebaut (Spiegel online)
Greenland to Vote on More Independence From Denmark (NY Times)

Und einen kleinen Fernsehtip habe ich auch noch:

3satbörse Antarktis - für die alle, die gerne mal etwa Positives zum Klimawandel hören möchten.

Faaborg bei Nacht und Tag

Faaborg war das Ende unseres ersten Tages auf Fünen. Dänisch Fåborg geschrieben, ist es ein kleines Städtchen im Süden der Insel Fünen mit gerade einmal 7500 Einwohner. Im Sommer ein Touristenmagnet und im Winter ein einsamer Fleck. Hier beginnen die Wanderrouten entlang der südfünischen Küste und der dänischen Südsee.

Sonntag, 23. November 2008

Donnerstag, 20. November 2008

Dänemark und seine Bewohner I

Ein paar ganz alltägliche Fragen und Erkenntnisse, die man als Austauschstudent in Dänemark so lernt:
  • warum gibt es Milch mit 0,1% Fett, aber keine mit 3,5%? Dafür habe ich hier viele neue Chipssorten (mit normalem Fettgehalt) kennengelernt.
  • warum brauchen auch andere EU-Bürger in Dänemark eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn sie länger als drei Monate dort leben? Aber als sie können problemlos anfangen zu arbeiten. Die Dänen sind gerne eigen, dafür bin ich hier auch voll krankenversichert und numeriert (CPR).
  • warum braucht man für Reservierungen in der Oper eine CPR-Nummer? Kann man als Tourist dann gar keine Plätze dort reservieren?
  • ein Dänen erzählte mir vor ein paar Tage, dass er kein Radio hört, weil er da eh nichts verstehen würde.
  • es ist kalt, es ist nass, es ist "bäh" – aber die Däninnen tragen immer noch Leggins.
  • die Polizei hat montags und freitags ganztags in allen kleineren Aussenstellen geschlossen und donnerstags ab dem Nachmittag. Passiert hier einfach nichts oder ist das die dänische Gemütlichkeit?
  • wenn in einem Studentenwohnheim der Feuerarlam losgeht, kommt auch nach 2h noch keine Feuerwehr. Wahrscheinlich bräuchte es einen Anruf, dass sie wirklich ausrückt.
  • warum gibt es Suppe in Wurstform?

Dienstag, 18. November 2008

Der alltägliche Wahnsinn

Heute ist mir mein Handy runter gefallen. Diese Meldung hat ungefähr den Wert von "Hund beißt Mann". Aber um die Geschichte geht es mir auch gar nicht.

Bei dieser Gelegenheit habe ich nämlich festgestellt, dass ich auch in Zukunft Kunde bei Sony Ericsson bleiben werde, weil die eine sehr gute Hotline haben. Ok, vielleicht hatte ich viel Glück und habe ausgerechnet den höflichsten und bestgelauntesten Mitarbeiter erwischt. Trotzdem!

Dank Skype ist es heutzutage nämlich möglich auch aus dem Ausland kostengünstig weltweit anzurufen. Und in diesen paar Monaten hier habe ich damit jetzt schon einige Bekanntschaften mit Kundentelefonen gemacht.

Etwa mit der dänischen Polizei. Anfang des Semester habe ich für einige Tage meinen Personalausweis vermisst (habe ihn dann aber wieder gefunden!). Daher wollte ich, wie ich das aus Deutschland kenne, den Ausweis bei der Polizei für vermisst erklären lassen. Ging aber leider nicht! Polizeiwachen haben in Dänemark nämlich montags geschlossen.

Nächste Erfahrung: ZDF. Ich hätte nie gedacht, dass es so umständlich ist die Kosten für die Vorführung der ZDF-Produktion "Wählt Jesus!" heraus zu bekommen. Gut gläubig wie ich war, habe ich bei der Zentrale angerufen und danach weiß ich nicht mehr wie oft ich meine Geschichte erzählt habe: fünf- oder siebenmal.
Letztendlich bin ich bei einer Frau gelandet, die mir erklärt hat, dass für den Buchstaben F wie Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihr Kollege zu ständig wäre, aber sie wäre jetzt mal so nett und würde mir helfen: Wie groß denn die Klasse wäre? Und in welchem Fach? – Äh, politische Bildungsarbeit einer Stiftung? Ne, das hat sie nicht verstanden. Egal, meine Auskunft habe ich bekommen.

Mein persönlicher Liebling zu diesem Thema aber ist das Kaufhaus Illum in Kopenhagen. An meinem Geburtstag habe ich dort Schmuck gekauft. Und die Verkäuferin hat vergessen mir ein Paar Ohrringe einzupacken. Das ist mir aber erst im Zug nach Hause aufgefallen.
Also am nächsten Tag angerufen. Ich habe auch gleich jemand ans Telefon bekommen, bin aber einfach weiter durchstellt worden … an einen Anrufbeantworter. Ok, wieder angerufen. Dieser Frau, aber gleich gesagt, dass man mich bitte nicht weiter verbinden soll, hat aber nichts genützt und wieder den Anrufbeantworter der Chefin gehört. Beim dritten Mal habe ich dann gleich protestiert und dann hatte ich aber ganz schnell die Chefin am Ohr ohne durchgestellt zu werden. Die mich dann weiterverbunden hat, diesmal aber richtig.
Ok, meine Ohrringe habe ich und Illum war das peinlich.
Wobei ich die Sache mit dem Kundetelefon peinlicher finde als die nicht eingepackten Ohrringe, aber das sei mal dahin gestellt.

Das ist aber sicher alles der alltägliche Wahnsinn.

Samstag, 15. November 2008

Universitäts Motto

Vergangene Woche habe ich mir endlich ein Universitäts Sweatshirt gekauft. Es ist grau und in englisch steht der Name der Universität darauf: Roskilde University.
Aber dazwischen ist das lateinische Motto und das "Wappen" der Hochschule zu sehen:

In tranquillo mors - in fluctu vita
(dt.: In der Stille liegt der Tod, im Fluß das Leben)

Das "Wappen" der Universität Roskilde sieht übrigens so aus:


Was ist das, werdet ihr euch jetzt vielleicht fragen. Es ist eine Koralle und sie soll das Uni-Motto versinnbildlichen.

Bei der Gelegenheit habe ich mir auch noch ein paar andere Universitäts Mottos angesehen:

Das von Tübingen ist ein sehr kurzes, aber es hat viel mit der Gründung der Universität zu tun:

Attempto (dt.: Ich wags!)

Das von Yale ist klar und einfach:

Lux et veritas (dt.: Licht und Wahrheit)

Und das von Heidelberg:

Semper apertus (dt.: Immer offen)

Was in so weit stimmt als das Heidelberg eine der ersten Universitäten Deutschlands war an der sich Frauen von 1900 an immatrikulieren konnten. Allerdings kam dieser Beschluß nicht von der Universität selbst, sondern vom Großherzogtum Baden und galt damit auch für die Universität in Freiburg im Breisgau.

Freitag, 14. November 2008

Svanninge Bakker

Nach unserem Besuch in Svendborg sind wir dann noch nach Svanninge Bakker gefahren.
Svanninge Bakker ist ein Naturschutzgebiet und Teil der "fünischen Alpen" einer Hügelkette, die sich quer über die Insel zieht.



Wie ihr den Bildern entnehmen konntet, ist es dort wirklich sehr hübsch. Allerdings fehlen jede Art von Wegmarkierungen, so dass ich immer ein bisschen Angst hatte wir könnten uns verlaufen. Das Gebiet ist nämlich sehr weitläufig. Aber wie ihr seht sind wir wieder heil angekommen.

Svendborg

Gibt es über Svendborg viel zu sagen … Nein, eigentlich nicht! Die zweit größte Stadt Fünens hat die höchste Pubdichte Dänemarks, ist aber keine Studentenstadt, hat dafür aber einen hübschen Hafen und einige nette alte Häuser.



Man merkt gleich, dass ich mich in dieser Stadt nur ca. 2h aufgehalten habe. Auf unserer Reise durch Fünen haben wir hier Mittagspause gemacht. Aber da Martin und ich den Trip organisiert hatten, mußten wir noch für das Abendessen einkaufen und hatten deshalb nicht so viel Zeit uns die Stadt anzuschauen.

Donnerstag, 13. November 2008

Gudme

Gudme ist ein Name, den noch niemand wohl jemals gehört hat. Vor dem vergangenen Sommersemester ging es mir da genauso, aber dann habe ich eine Hausarbeit über diesen kleinen Ort mitten in Fünen geschrieben. 21 geschriebene Seiten später kann ich sehr, sehr viel über diesen Ort sagen.

Fangen wir beim Auffälligsten an: Dem Namen. Der Ortsname Gudme setzt sich zusammen aus den Wörtern Gott oder Götter (das ist heute nicht mehr nachvollziehbar) und Heim. Es ist also das Heim des Gottes oder der Götter. Noch interessanter sind aber die Namen der umliegenden "Berge", übersetzt heißen sie Tempelberg, Gott-/Götterberg und Opferberg.
Einige Forscher sprechen daher sogar von einer Sakrallandschaft.

Die nächsten Indizien, die beweisen das es sich bei Gudme um mehr handelt, sind die archäologischen Funde. Gudme war wohl von 100 v. bis 400 n. Chr. besiedelt.
Mit dem Schatz von Broholm 1833 begann die eigentliche Grabungsgeschichte der Region. Der Schatz besteht aus 4,15 kg Gold, die verarbeitet sind zu Ketten, Armringen und Münzen. Seit dem wurden über 1000 kg verarbeitetes Silber aus dem Boden geholt. Das Silber fand man vor allem in Form verschiedener römischer Münzen und als sogenannte Brakteaten. Brakteate sind germanische Münzen/Amulette mit figürlichen Darstellungen, die sehr stark an den Herrscherdarstellungen auf den römischen Münzen angelehnt sind.
Außerdem gibt es noch das Gräberfeld von Møllegårdsmarken auf dem sowohl Krügen aus regionaler Herstellung als auch römisches Glas gefunden wurden. Das spricht für sehr weitläufige Handelsbeziehungen der Ortsansässigen.

Den letzten Hinweis, den die Forscher 1993 fanden, ist die sogenannte Königshalle. Die dän. "Konge Hal" ist eine 47 m lange und 8-9 m breite Halle. Diese Ausmaße sind für ein Gebäude aus der damaligen Zeit unglaublich. Normale Häuser waren höchstens 20 m lang.
Ob es in Gudme aber einen König gegeben hat ist sehr umstritten. Die heutige Gemeinde Gudme würde es sicher sehr unterstützen als erstes dänisches Königreich zu gelten, aber beweisen lässt sich so etwas ohne schriftliche Quellen nicht. Und das ist die nächste Auffälligkeit: das Fehlen von schriftlichen Quellen. Daher bleibt Gudme vorerstmal ein archäologisches Rätsel.

Mittwoch, 12. November 2008

Fünen

Meine zweite Reise in diesem Semester ging vom 01. bis 02. November nach Fünen.

Fünen ist die drittgrößte Insel Dänemarks. Sie ist vor allem bekannt als Heimat von Hans Christian Andersen.
H. C. Andersen ist wohl der bekannteste Däne und einer der besten Märchendichter der Welt (Hier: einige Märchen kostenlos zum Anhören in Deutsch).
Aber Fünen ist, nach meinem Reiseführer, ein Kontinent. Im Süden liegt die sogenannte dänische Südsee und im Norden die rauhe Nordseeküste. Dazwischen jede Menge verwunschene Schlößchen und Wäldchen, kleine Fachwerkdörfer und Wiesen voll mit Kühen und Schafen. Fünen ist wirklich ein sehr hübscher Fleck.

Meine Reise beginnt mit unserer Anreise:

Montag, 10. November 2008

Gruppenarbeit

An der RUC wird Gruppenarbeit GROß geschrieben! Das von allen zu erbringende Projekt, sollte am besten in Gruppenarbeit geschrieben werden, Texte aus den Kursen werden nochmal in Kleingruppen besprochen und dann dem ganzen Kurs vorgestellt usw.

Und damit beim Thema Gruppenarbeit auch nichts schief gehen kann, gibt es von der Uni Kondome:



Wirklich: hier werden Studenten rund um versorgt!

Sonntag, 9. November 2008

Kolding

Heute also die letzte oder besser die erste Station meiner Reise durch Jütland. Da Jütland wie bereits geschrieben der Festlandteil Dänemarks ist, war unser erster Haltepunkt dort, natürlich eine Hafenstadt: Kolding

Kolding ist gar nicht so alt (12. Jahrhundert), aber sehr wichtig für den Verkehr. Denn wer immer auf die dänischen Inseln möchte, muß an Kolding vorbei. Egal, ob man aus dem Süden oder dem Norden Jütlands kommt und umgekehrt gilt natürlich dasselbe.

Samstag, 8. November 2008

Flensburg

So langsam näher wir uns dem Ende meiner Festlandreise vor zwei Wochen. Noch zwei Stationen gibt es zu bestaunen. Heute erstmal Flensburg.

Flensburg, die nördlichste Stadt Deutschlands, liegt direkt an der deutsch-dänischen Grenze und das nicht ohne Grund. War die Stadt, die von deutschen Autofahrern nicht geliebt wird, doch früher Teil des Herzogtums Schleswig.

Schleswig war ein sehr schwieriges Herzogtum, immerhin lebten nicht nur Dänen und Deutsche hier zusammen. Sondern nach dem "Aussterben" der Herzogsfamilie ging das Land an das dänische Königshaus. Das war aber problematisch, denn das Herzogtum war auch Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Ende vom Lied: der deutsch-dänische Krieg Teil II.

1920 nach dem ersten Weltkrieg wurde in Schleswig über die nationale Zugehörigkeit abgestimmt. Seitdem ist das Gebiet des ehemaligen Herzogtums geteilt in Nord- und Südschleswig.
Nordschleswig gehört zu Dänemark. Südschleswig ist heute der nördliche Teil des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Flensburg ist auch Sitz der europäischen Zentrale für Minderheitenfragen und das nicht ohne Grund immerhin leben hier schon jahrhundertelang unterschiedliche Nationalitäten und Sprachen zusammen. Neben der deutschen und dänischen Sprache gibt es auch noch friesisch und sønderjysk.

Freitag, 7. November 2008

Von UB's und schlechtem Wetter

Der dänische Winter hat begonnen! Seit gestern nachmittag regnet es durchweg, mal mehr, mal weniger. Gerade wieder mal wieder etwas stärker. Die Ente im Uni-Teich vor der UB schreckt das nicht und so ziehen sie weiter ihre Runden. Mich schon und so habe ich mich zu Lernen in die Universitätsbibliothek der RUC verzogen.

Hier drinnen sitze ich also und lese Raleigh und Urdal und trinke eine heiße Schokolade. Ja, ihr habt richtig gelesen: in Roskilde darf man in Uni-Bücher stöbern und dazu Kaffee oder heiße Schoki trinken! Man darf auch essen und seine Taschen und Jacken mit in die UB schleppen. Sachen, die in Tübingen sofort zu einer Auseinandersetzung mit den Aufsichten führen würden, sind hier kein Problem. Reden oder telefonieren sind ebenfalls erlaubt.

Oh, du schönes freies Dänemark!



In diesem Sinn allen ein frohes Schaffen!

Donnerstag, 6. November 2008

Møgeltønder

Ein komischer Name: Møgeltønder. Irgendwo im Nirgendwo, nahe der deutsch-dänischen Grenzen liegt der kleine Ort. Ein großes Schloß gibt es dort! Denn ist Møgeltønder der Wohnsitz von Prinz Joachim von Dänemark und seiner Frau Marie Cavallier. Hier leben die beiden und vor allem hier haben die beiden im Mai 2008 geheiratet.
Bei schönem Wetter muß es dort traumhaft sein, leider war am Tag meines Besuches mieses. Daher stellt euch das ganze einfach bei Sonnenschein vor:

a RUC experience

Ein kleiner Film über das studentische Leben an der Universität Roskilde:



Hier ist übrigens der Link zum "offiziellen" Universitäts Vorstellungsvideo

Mittwoch, 5. November 2008

Sinnvolles Rumschreien

In meinem Wohnheim hat das Rumschreien eine lange Tradition. Rumschreien, das meint irgendwann ab 3 Uhr in der Früh entweder im Hof oder in den Gängen einfach sinnlos herum zu brüllen. Davon werden alle anderen, die nicht lange genug auf der Party geblieben sind, dann wach und sind furchtbar müde und sauer.

Heute nacht war es aber ganz gut, dass meine amerikanischen Mitbewohner mir ab 05:05 laut brüllenden mitgeteilt haben, wer der neue Präsdident ist: O-B-A-M-A
Manche schauen so lang Fernsehen, ich muß nur auf meine Mitbewohner hören.

Montag, 3. November 2008

Mor og far skal skilles

Im Rahmen einer Hausarbeit habe ich gerade eine Homepage durchgelesen, die sich mit dem Thema Scheidung beschäftig. Aber aus Sicht der Kinder: Mor og Far skal skilles (Mutter und Vater sollen sich scheiden) - eine gute Sache hilft so etwas doch hoffentlich den Kindern in dieser Zeit weiter. Solche Homepages entwickelt hier in Dänemark der Staat - interessant wo es doch nirgendwo auf der Welt so einfach ist zu heiraten wie hier.
Das war aber nicht die einzige spannende seltsame Seite im Internet, die ich im Rahmen meines Dänisch Kurses hier bearbeitet habe:
Ny i Danmark (Neu in Dänemark) oder Danmark i kø (Dänemark im Stau) gehören sich auch dazu.

Heute habe ich noch eine sehr nette Seite entdeckt. Wer von euch auf den Geschmack gekommen ist und gerne mal dänische Sprache hören würde, dem kann ich folgende Seite an Herz legen:
Lybog.com - hier kann man z. B. die Märchen von H.C. Andersen im Original hören.
(Einfach Eventyr anklicken und dann unter H.C. Andersen dessen Märchen anhören)

Sonntag, 2. November 2008

Facebook

War in Deutschland StudiVZ meine ständig Quelle um Kontakt zu halten, Bilder zu sehen und zum Geburtstag zu gratulieren, nimmt in einem ERASMUS-Semester definitiv Facebook diese Stelle ein und wird der beste Freund der Hanna.

Als ich letzte Woche aus Jütland zurückkam, war die erste Handlung: einer anderen Deutschen Facebook einzurichten und die neuen Freunde zu suchen und hinzuzufügen.
Man ahnt, dass man schnell Namen und Gesichter vergisst, wenn man sich die Namen beim Dröhnen der Musik auf irgendeiner Party zu ruft und die Gesichter meist nur aus dem Halbdunkel eben jener Feiern kennt.
Ich habe das Gefühl bald jeden hier zu kennen, was auch durch aus richtig sein könnte. Denn so viele internationale Studenten gibt es hier gar nicht. Insgesamt sind wir wohl etwas über 120 ausländische Studis. Eine kleine Gemeinschaft irgendwo im Nichts.

So, habe gerade noch die letzten neuen Kontakt vom vergangen Wochenende hinzugefügt.
Networking ist echt anstrengend und vor allem zeitraubend - aber unglaublich spannend.