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Dienstag, 2. Dezember 2008

Odense

Dies ist der letzte Teil meiner Fünen-Reise anfang November. Nachdem wir in Odense schon zwei Museen besucht hatten, war jetzt noch ganz schnell, bevor es dunkel wurde, die Stadt selbst dran.

Odense ist die drittgrößte Stadt Dänemarks, hat eine Universität und eine sehr gute Kunst- und Designhochschule und viele hübsche Bauwerke. Die Stadt ist sehr alt, schon um 1000 finden sich erste Erwähnung in mittelalterlichen Dokumenten. Dem entsprechend reich gefüllt ist auch das örtliche Regionalmuseum.
Der bekannteste Sohn der Stadt ist Hans Christian Andersen. Es gibt noch einige andere Kinder dieses Ortes, aber wer nicht gerade Fan des dänischen Damenhandballs oder der Politik ist, kennt diese Namen eher nicht.

Hier also einige Impressionen aus der Stadt, die erst durch die Eisenherstellung wirklich groß wurde, und heute auf dem Sprung in das Dienstleistungszeitalter ist.

Sonntag, 30. November 2008

Weihnachten und Märchen

Heute am ersten Advent beginnt auch wieder die Zeit der Märchen. Ob Disney oder als Weihnachtsgeschichten, wie A Christmas Carol oder Der kleine Lord.

Einer der größten Märchenerzähler und - dichter der Welt kommt aus Dänemark: Hans Christian Andersen.
Geboren wurde er 1805 in ärmlichen Verhältnissen in Odense auf der Insel Fünen als Sohn eines Schuhmachers. Sein Vater legte viel Wert auf die Bildung des einzigen Kindes, da er selbst auch eine relativ hohe Bildung für seinen Beruf besaß. Er weckte schon früh die Liebe Andersens zum Theater. Nach dem Tod des Vaters, mußte die Mutter das Kind mit einem mageren Wäscherinnengehalt durch bekommen, was durch die politischen Umstände der Zeit sehr erschwert wurde.
Mit 14 Jahren ging H. C. Andersen nach Kopenhagen um Schauspieler zu werden. Er fand sehr bald Gönner, die zunächst seine akademische Bildung vorantrieben, später auch einige seiner Reisen finanzierten. Mit 30 Jahren begann er damit Romane und dann auch Märchen zu schreiben.
Ein Freund sagte ihm damals: "Durch die Romane wirst du berühmt, durch die Märchen unsterblich." Und so sollte es auch kommen. Noch heute ist er ein Botschafter Dänemarks, wenn auch indirekt. Er verstarb im Altern von 70 Jahren im August 1875 in Kopenhagen. Schon zu seinen Lebzeiten war er durch seine Märchen weit bekannt und in aller Welt beliebt.

Von H. C. Andersen stammen etwa: Die kleine Meerjungfrau oder Die Prinzessin auf der Erbse oder auch Des Kaisers neue Kleider.



PS: Hier gibt es noch ein paar Märchen von H. C. Andersen zum Anhören.

Donnerstag, 27. November 2008

Den Fynske Landsby

Wie sah so ein altes dänisches Dorf eigentlich aus? Wie lebten die Menschen im 19. Jahrhundert auf dem Land? Wie groß waren sie?

Wer solche Fragen hat, ist im Museum "Den Fynske Landsby" genau richtig. Die schönsten Bauernhäuser der Insel versammelt in einem Freilichtmuseum mit Schweinen, Gänsen, Hühnern und Katzen zum Anfassen.

Der Aufenthalt beginnt zunächst mit einem kurzen Film über die Geschichte der dänischen Bauernfamilie. Dabei lernt man dann, dass die Frauen durch die Mechanisierung zwar von ihrer schweren Arbeit befreit wurden, gleichzeitig aber auch an Bedeutung im Haushalt einbüßten.
Und dann gehts ab ins Dorf.

Dienstag, 25. November 2008

Faaborg bei Nacht und Tag

Faaborg war das Ende unseres ersten Tages auf Fünen. Dänisch Fåborg geschrieben, ist es ein kleines Städtchen im Süden der Insel Fünen mit gerade einmal 7500 Einwohner. Im Sommer ein Touristenmagnet und im Winter ein einsamer Fleck. Hier beginnen die Wanderrouten entlang der südfünischen Küste und der dänischen Südsee.

Freitag, 14. November 2008

Svanninge Bakker

Nach unserem Besuch in Svendborg sind wir dann noch nach Svanninge Bakker gefahren.
Svanninge Bakker ist ein Naturschutzgebiet und Teil der "fünischen Alpen" einer Hügelkette, die sich quer über die Insel zieht.



Wie ihr den Bildern entnehmen konntet, ist es dort wirklich sehr hübsch. Allerdings fehlen jede Art von Wegmarkierungen, so dass ich immer ein bisschen Angst hatte wir könnten uns verlaufen. Das Gebiet ist nämlich sehr weitläufig. Aber wie ihr seht sind wir wieder heil angekommen.

Svendborg

Gibt es über Svendborg viel zu sagen … Nein, eigentlich nicht! Die zweit größte Stadt Fünens hat die höchste Pubdichte Dänemarks, ist aber keine Studentenstadt, hat dafür aber einen hübschen Hafen und einige nette alte Häuser.



Man merkt gleich, dass ich mich in dieser Stadt nur ca. 2h aufgehalten habe. Auf unserer Reise durch Fünen haben wir hier Mittagspause gemacht. Aber da Martin und ich den Trip organisiert hatten, mußten wir noch für das Abendessen einkaufen und hatten deshalb nicht so viel Zeit uns die Stadt anzuschauen.

Donnerstag, 13. November 2008

Gudme

Gudme ist ein Name, den noch niemand wohl jemals gehört hat. Vor dem vergangenen Sommersemester ging es mir da genauso, aber dann habe ich eine Hausarbeit über diesen kleinen Ort mitten in Fünen geschrieben. 21 geschriebene Seiten später kann ich sehr, sehr viel über diesen Ort sagen.

Fangen wir beim Auffälligsten an: Dem Namen. Der Ortsname Gudme setzt sich zusammen aus den Wörtern Gott oder Götter (das ist heute nicht mehr nachvollziehbar) und Heim. Es ist also das Heim des Gottes oder der Götter. Noch interessanter sind aber die Namen der umliegenden "Berge", übersetzt heißen sie Tempelberg, Gott-/Götterberg und Opferberg.
Einige Forscher sprechen daher sogar von einer Sakrallandschaft.

Die nächsten Indizien, die beweisen das es sich bei Gudme um mehr handelt, sind die archäologischen Funde. Gudme war wohl von 100 v. bis 400 n. Chr. besiedelt.
Mit dem Schatz von Broholm 1833 begann die eigentliche Grabungsgeschichte der Region. Der Schatz besteht aus 4,15 kg Gold, die verarbeitet sind zu Ketten, Armringen und Münzen. Seit dem wurden über 1000 kg verarbeitetes Silber aus dem Boden geholt. Das Silber fand man vor allem in Form verschiedener römischer Münzen und als sogenannte Brakteaten. Brakteate sind germanische Münzen/Amulette mit figürlichen Darstellungen, die sehr stark an den Herrscherdarstellungen auf den römischen Münzen angelehnt sind.
Außerdem gibt es noch das Gräberfeld von Møllegårdsmarken auf dem sowohl Krügen aus regionaler Herstellung als auch römisches Glas gefunden wurden. Das spricht für sehr weitläufige Handelsbeziehungen der Ortsansässigen.

Den letzten Hinweis, den die Forscher 1993 fanden, ist die sogenannte Königshalle. Die dän. "Konge Hal" ist eine 47 m lange und 8-9 m breite Halle. Diese Ausmaße sind für ein Gebäude aus der damaligen Zeit unglaublich. Normale Häuser waren höchstens 20 m lang.
Ob es in Gudme aber einen König gegeben hat ist sehr umstritten. Die heutige Gemeinde Gudme würde es sicher sehr unterstützen als erstes dänisches Königreich zu gelten, aber beweisen lässt sich so etwas ohne schriftliche Quellen nicht. Und das ist die nächste Auffälligkeit: das Fehlen von schriftlichen Quellen. Daher bleibt Gudme vorerstmal ein archäologisches Rätsel.

Mittwoch, 12. November 2008

Fünen

Meine zweite Reise in diesem Semester ging vom 01. bis 02. November nach Fünen.

Fünen ist die drittgrößte Insel Dänemarks. Sie ist vor allem bekannt als Heimat von Hans Christian Andersen.
H. C. Andersen ist wohl der bekannteste Däne und einer der besten Märchendichter der Welt (Hier: einige Märchen kostenlos zum Anhören in Deutsch).
Aber Fünen ist, nach meinem Reiseführer, ein Kontinent. Im Süden liegt die sogenannte dänische Südsee und im Norden die rauhe Nordseeküste. Dazwischen jede Menge verwunschene Schlößchen und Wäldchen, kleine Fachwerkdörfer und Wiesen voll mit Kühen und Schafen. Fünen ist wirklich ein sehr hübscher Fleck.

Meine Reise beginnt mit unserer Anreise: