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Sonntag, 20. September 2009

Fern- oder Heimweh, egal auf nach Dänemark

Gerade komme ich von einer ERASMUS-Party. Auch wenn kaum ERASMUS-Studis dar waren - die meisten Gäste waren doch Deutsch. Habe ich schon ein wenig Heimweh nach den schrecklichen Partys im Korallen-Wohnheim bekommen. Det var so hyggelig og lille der!

In meinem Heimweh habe ich dann in den Nachrichten gehört, dass bei Kopenhagen ein IC3 entgleist ist. Um etwas mehr zu erfahren habe ich beim ZDF gegoogelt aber statt mehr Informationen dazu, habe ich etwas anderes gefunden …

Eine WISO-Reportage wie man 2 Tage in Kopenhagegn für 150€ auskommt. Geht aber wirklich nicht einfach …
… dieser Bericht und vor allem die Bilder und Orte - ach, was für eine tolle Stadt Kopenhagen doch ist (Nørrebro, Christiania, Tivoli und und und) und hier geht es zu dem Fernsehstück.

Donnerstag, 10. September 2009

Dänemark und seine Wale

Während meiner Zeit in Dänemark habe ich zwar keine Wale gesehen, aber es scheint sie zu geben. Der Spiegel berichtet in dieser Woche vom 07.September 2009 über die Arbeit der Dänen mit Schweinswalen.

Oft verheddern sich die Tiere in den Netzen der Nord- und Ostseefischer und ertrinken elentlich. Dänische und deutsche Biologen arbeiten daran die Tiere von den Netzen abzuschrecken.
Allerdings gibt es es ein Problem, den die Tiere sind kaum erforscht und wie verschiedene Versuche zeigen, können die Tiere anscheinend sehr wohl Netze als Gefahr erkennen - aber der gefangene Fisch in den Fischernetzen lockt!

Im Moment laufen erste Versuche mit akkustischen Echosignalen (Geräusche von Killerwalen - natürliche Feinde der Schweinswale), die an den Netzen befestig sind, aber diese werden wohl nicht von Erfolg gegrönnt sein, weil sie bis jetzt stetig ausgesandt werden und die Tiere dann schnell erkennen, dass von diesen ortsfesten Signalen keine Gefahr ausgeht.

Dienstag, 11. August 2009

Fernsehtipps über das dänische Königshaus

Heute habe ich mal wieder einen Bericht im ZDF gesehen über Kronprinzessin Mary, die Strahlende, bei der Kopenhagener Modewoche.
Eigentlich sollte heute ja Schweden ganz im Mittelpunkt stehen, immerhin hat sich nach Kronprinzessin Viktoria heute ihre kleinere Schwester Madeleine verlobt. Aber in diesem Blog geht es ja nun mal um Dänemark.

Deshalb sei allen Dänemark-Fans und allen Royalisten diese ZDF Dokumentation über das dänische Kronprinzenpaar Frederick und Mary ans Herz gelegt.
Auch wenn die dänische Presse Frederick immer wieder fremdgehen sieht, mal mit Viktoria von Schweden, mal mit irgend jemand anderes - bis jetzt sind die beiden immer noch verheiratet und haben zwei süße Töchter.

Freitag, 17. Juli 2009

Literatur I

Gerade bin ich mal wieder dabei mich ein Stückchen weiter in die dänische Geschichte und Gesellschaft einzulesen.
Das Buch, von dem ich gerade überall schwärme, heißt: Die Deutschen und ihre Nachtbarn - Dänemark. Es eigentlich eine ganze Reihe, die von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker herausgegeben wird.
Seltsamerweise gehören zu den „deutschen Nachbarn“ auch Russland, Spanien, Italien und Großbritannien. Aber das soll hier nicht unser Problem sein.

Bernd Henningsen schreibt über die Geschichte, über die dänisch-skandinavische Art Demokratie zu machen und vor allem über die dänische Gesellschaft. Er erklärt auf eine nicht unkritische, aber liebenswürdige Art die dänischen Gepflogenheiten etwa die hygglighed, aber auch das grundlov und den dannebrog.
Jedem, der sich für Dänemark im speziellen oder für Skandinavien interessiert, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Hier das Titelbild - damit keiner sagen kann er hätte es nicht erkannt:

Donnerstag, 4. Juni 2009

Rückkehr

Seit ich aus DK zurück bin, hatte ich keine Gelegenheit mehr zu schreiben. Dabei fehlen noch einige Geschichten über mein Semester. Da ich morgen zu einem Besuch nach Roskilde fliegen werde, hoffe ich noch einige Bilder und Geschichten zu sehen und zu erleben, die ich dann im Lauf der nächsten Wochen hier endlich zu ende bringen kann.

Die Erfahrung zu bloggen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe vor im Sommer einen neuen Blog zu eröffnen - Thema: noch offen, aber diesmal wirklich öffentlich.

Dienstag, 6. Januar 2009

Back in Denmark

"Ich bin wieder hier in meinem Revier, war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt …"* So ging es mir gestern, eigentlich vorgestern um genau zu sein. Und die Erkenntnis zurück in Dänemark zu sein kam schnell. Denn immerhin hatte ich einen kleinen schweren Rucksack, einen großen schweren Rucksack und einen noch schweren Koffer zu tragen, aber anstatt mir irgendwie zu helfen, wurde ich nur interessiert begafft. "Willkommen in Dänemark" kann ich da nur sagen!

Meine Spanier feiern heute abend auch schon wieder ein Party, die Woche muß schließlich fröhlich beginnen – ich für meinen Teil habe den Tag mit Wäsche waschen und aufräumen verbracht. Die Woche beginnt also für mich sehr deutsch – sauber und ordentlich ;)

*Marius Müller–Westernhagen: Wieder hier.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Erdbeden in Dänemark

Guten Morgen, heute um 06:20 hat hier die Erde gebebt und ich … habe mal wieder nichts bemerkt, wie immer - typisch! Wenn Facebook nicht wäre, hätte ich es nie mitbekommen.

Das Beben hat die Stärke 4,8 auf der Richterskala. Das letzte Erdbeben in dieser Stärke wurde in in der Region 1930 gemessen. Es war in weiten Teilen Dänemarks und Südschwedens zu spüren. Erdbeden kommen in diesem Teil der Welt sehr selten vor. Bis jetzt gibt es keine Meldungen über Personen- oder Sachschäden.

Weitere Infos: Erdbeben erschüttert Schweden und Dänemark (Die Süddeutsche)
Schwerstes Erdbeben in Schweden seit 100 Jahren (Die Welt)

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Sympathiebekundung auf dänisch

Heute morgen war im Deutschlandfunk zu hören, dass es europaweit Sympatiebekundung mit den meist jugendlichen Demonstranten in Griechenland gab.

Kopenhagen war natürlich mit vorne dabei. Etwa 150 Autonome haben sich gestern in der Nähe des Stadtzentrums getroffen. Der unangemeldete Demonstrationszug wurde aber schnell von der Polizei gestoppt und etwa 15 Demonstranten wurden bereits am Nytorv festgenommen. Einge Jugendliche sammelten sich aber nochmal am Rathausplatz und zogen die Vesterbrogade in Richtung Hauptbahnhof hinunter. Die anrückende Polizeit wurde mit mit Flaschen und Farbbomben beworfen (Im Deutschlandfunk war von Steinen die Rede). Daraufhin nahm die dänische Polizei alle Randalier fest.
Bilanz der Nacht: etwa 50 – 60 Autonome befinden sich in Polizeigewahrsam, Schäden an Geschäften hat es offentsichtlich nicht gegeben und Dänemarks autonome Szene hat mal wieder gezeigt, dass es sie noch gibt.



PS: Die bekannte eher konservative Zeitung Jyllands Posten ordnet die Krawalle übrigens nicht Inland oder Kopenhagen, sondern Kriminalität zu. Andere Themen in diesem Ressort heute morgen sind ein Überfall auf eine Spielhalle und zu schnelle Schnellboote.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Wer sind diese lustigen Männchen?

Schon seit neun Tagen gibt es jeden Tag ein anderes lustiges oder hübsches Bild in "Min Julekalender" von einem kleinen Kerl oder einer Frau oder beiden zusammen auf diesem Blog zu sehen. Wer sind die kleinen Gestalten und was haben sie mit Dänemark zu tun?

Es sind Nissen! Nein, keine Kopfläuse, sondern kleine Gestalten, die zur Weihnachtszeit ihr Unwesen treiben, dem Weihnachtsmann helfen und dafür von den Familien mit Milchreis (dänische risengrød) versorgt werden. Sie leben vor allem auf dem Land und kümmern sich um die Tiere der Bauern.

Quelle: www.visitnordjylland.dk

In den Familien sind vor allem die Kinder dafür verantwortlich, dass der Julenisse oder schwedisch Tomte mit Nahrung versorgt wird. Geschieht das nämlich nicht spielt der Nisse, eine Art Kobold, der Familie Streiche.

Quelle: www.vejlebib.dk

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren nur männliche Nissen bekannt. Seit aber auch in der Welt der kleinen Geister moderne Zeiten angebrochen sind, gibt es auch immer mehr weibliche Nissen und natürlich Nachwuchs.

Wie alt die Nissen sind ist nicht bekannt. Es gibt aber Vermutung, dass Nisse nicht wie gerne geglaubt wird etwas mit dem Heiligen Nikolaus zu tun hat, sondern viel mehr mit dem Teufel. Der Teufel (dänisch djævel) wird nämlich ab und an auch der alte Niels (dänisch gammel Niels) genannt. Von Niels zu Nisse ist es sprachlich nicht ein so weiter Weg.
Denn die Geschichte der Nisse ist älter als die des Christentums in Dänemark. Daher kann es schon sein, dass es sich bei den Männchen und Frauchen in den grauen Kleidern mit den roten Mützen nicht unbedingt um Anhänger der christlichen Religion handelt. Vielleicht begleiten sie viel mehr Odin auf seinem Ritt mit dem Totenheer zwischen den Jahren.

Quelle: Dänische Botschaft in Berlin

Die roten Zipfelmützen heißen in Dänemark übrigens: nissehue.

Besonders Hinweisen möchte ich euch auf einen Text der Dänischen Botschaft in Berlin: Die Dänen haben einen Weihnachtskobold

Sonntag, 7. Dezember 2008

Filme über Dänemark

Habe gerade bei der Recherche über Dänemarks Energie- und Umweltpolitik eine Internetseite mit vielen kleinen Filmen über Dänemark gefunden.

Um die Filme zu sehen, einfach einen Film anklicken und unten in die Spalte ziehen – in der schon ein Film zu sehen ist –, dann noch die Sprache ändern und auf Play Liste drücken.
Viel Spaß beim Genießen und Erleben von Dänemark.

Samstag, 6. Dezember 2008

Dansk musik

Gerade eben habe ich noch einen sehr schönen R&B-Song in Dänisch bei Youtube entdeckt. Als kleines Nikolausgeschenk …

I Denmark jeg er født von Isam Bachiri



Wer erinnert sich noch an Aisha von Outlandish?
Outlandish ist eine dänische Band und Isam Bachiri einer von den drei Mitgliedern

PS: I Denmark jeg er født heißt: In Dänemark bin ich geboren …

Dom zu Roskilde

Der Dom in Roskilde ist UNESCO Weltkulturerbe und furchtbar alt und ein riesen Ding.
UNESCO Weltkulturerbe ist der Dom unter anderem deshalb, weil seit Einführung der Reformation in Dänemark 1536 alle dänischen Könige (16 an der Zahl) und fast alle Königinnen hier beerdigt wurden. Auch der dänische König Harald Blauzahn und die Unionskönigin Margarete I. liegen hier begraben.
Die Kirche wurde 1280 etwa fertig gestellt und seit dem sind einige neue Anbauten an das Gebäude hinzugefügt worden, in sehr unterschiedlichen Stilen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Ein Husumer Protestschwein

Was sind den Protestschweine und wo liegt bitte Husum, frägt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Husumer Protestschweine sind eine ganz eigene Züchtung.

Quelle: wikipedia.de

Eine Züchtung, die ihren Ausgangspunkt in Deutschland hat, und heute vom Aussterben beroht ist. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es den im Deutschen Kaiserreich lebenden Dänen verboten den Dannebrog, die dänische Flagge, im Vorgarten zu hissen.
Die Dänen hatten ihre ganz eigene Antwort darauf. Sie züchten ein rotes Schwein mit breitem weißen Schulterstreifen und einem angedeuteten weißen Querstreifen und ließen das Tier im Vorgarten herum laufen. Da stand also der Dannebrog vierbeinig in vielen Gärten im Herzogtum Schleswig, dagegen konnten die deutschen Behörden nichts machen.

1954 wurde das Tier offiziell als Rasse anerkannt, starb aber schon 1968 wieder aus. 1984 wieder entdeckt, rennen heute etwa 150 der als sehr genügsamen gelten Tiere durch Zoos und private Zuchten. Denn auf den Bauernhöfen, weder den dänischen noch den deutschen, gibt es Exemplare, weil sie nicht den heutigen Ansprüchen der Massentierhaltung entsprechen.

Wer so ein Tier mal live in Aktion sehen will, hier seid ihr richtig. Aber leider ist die ZDF-Reportage "Tierische Kumpels" 45 min lang und der Protesteber kommt erst ganz am Ende.

Sonntag, 30. November 2008

Weihnachten und Märchen

Heute am ersten Advent beginnt auch wieder die Zeit der Märchen. Ob Disney oder als Weihnachtsgeschichten, wie A Christmas Carol oder Der kleine Lord.

Einer der größten Märchenerzähler und - dichter der Welt kommt aus Dänemark: Hans Christian Andersen.
Geboren wurde er 1805 in ärmlichen Verhältnissen in Odense auf der Insel Fünen als Sohn eines Schuhmachers. Sein Vater legte viel Wert auf die Bildung des einzigen Kindes, da er selbst auch eine relativ hohe Bildung für seinen Beruf besaß. Er weckte schon früh die Liebe Andersens zum Theater. Nach dem Tod des Vaters, mußte die Mutter das Kind mit einem mageren Wäscherinnengehalt durch bekommen, was durch die politischen Umstände der Zeit sehr erschwert wurde.
Mit 14 Jahren ging H. C. Andersen nach Kopenhagen um Schauspieler zu werden. Er fand sehr bald Gönner, die zunächst seine akademische Bildung vorantrieben, später auch einige seiner Reisen finanzierten. Mit 30 Jahren begann er damit Romane und dann auch Märchen zu schreiben.
Ein Freund sagte ihm damals: "Durch die Romane wirst du berühmt, durch die Märchen unsterblich." Und so sollte es auch kommen. Noch heute ist er ein Botschafter Dänemarks, wenn auch indirekt. Er verstarb im Altern von 70 Jahren im August 1875 in Kopenhagen. Schon zu seinen Lebzeiten war er durch seine Märchen weit bekannt und in aller Welt beliebt.

Von H. C. Andersen stammen etwa: Die kleine Meerjungfrau oder Die Prinzessin auf der Erbse oder auch Des Kaisers neue Kleider.



PS: Hier gibt es noch ein paar Märchen von H. C. Andersen zum Anhören.

Donnerstag, 27. November 2008

Tivoli bei Youtube

Hier schon mal eine Empfehlung um ein bisschen in dänische Weihnachtsstimmung zu kommen, denn ab Sonntag geht es hier richtig los:

Mittwoch, 26. November 2008

Grönland stimmt für die Neuerungen

Quelle: sermitsiaq.gl/politik/article64694.ece

Ab Juli 2009 wird Grönländisch Amtsprache in Grönland.
Die Einwohner haben den neuen Vertrag mit Dänemark, der ihnen mehr Recht gewährt, angenommen mit einer überwältigenden Mehrheit von über 76 %. Es haben 71 % an der Wahl teilgenommen. Über 39.000 Grönlander waren aufgerufen zu wählen, 28.260 haben sich auf den Weg zur Wahlurne gemacht. In einem Land in dem die Temperaturen jetzt schon bei -6°C (Nuuk) liegen und die Sonne es gerade mal 4 1/2h über den Horizont schafft, gar nicht so einfach.

In den meisten Wahllokalen war das Ergebnis mal mehr, mal weniger dem nationalen ähnlich. Aber es gab auch Abweichler, z. B. die Gemeinde Pituffik in der 56% gegen den Vertrag stimmten. 56% bei 66 Wählern ist nicht so wahnsinnig viel. Aber hier zeigt sich mal was es heißt wenn 60% nicht zur Urne gehen, bei 165 Wahlberechtigen merkt man das ganz schnell.

Grönländer für mehr Autonomie (FAZ)

Dienstag, 25. November 2008

Grönland: Referendum auf der Insel

Heute beim Mittagessen in der Kantine gab es an der Universität Roskilde für die ERASMUS-Studenten nur ein Thema: das Referendum in Grönland.

Die größte Insel der Welt stimmt über einige Änderungen im Bezug auf seine Rechte ab. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, aber wie die Farören nicht Teil der EU. Es ist außenpolitisch abhängig von Dänemark, aber innenpolitisch relativ frei. Seit langem aber will Grönland unabhängig werden von Dänemark, von dem es nicht nur politisch sondern auch finanziell abhängt.

Nein, die Kleine hat kein Stimmrecht.
Sie wirft nur den Stimmzettel ihrer Mutter ein.
Quelle: www.ligetil.nu

Von der hjemmestyre (Selbstverwaltung) zur selvstyre (Selbstregierung) ist das Motto. Was heißt das im Einzelnen?
Zunächst einmal würde in der Präambel Grönlands die Gleichheit von Dänen und Grönländern festgeschrieben werden, dass würde sich in so fern bemerkbar machen als das im Sommer 2009 mit Inkrafttreten der Neuerungen Grönländisch Staatssprache werden würde.
Zum anderen würden die Grönländer noch mehr Selbstständigkeit in der Verwaltung und Gesetzgebung übertragen bekommen, etwa bei der Polizei. Bis jetzt haben sie schon die Bereiche Bildung, Kultur und Gesundheit.
Schwieriger ist die Sache mit der dänischen Finanzhilfe und den Ressourcen, die unter grönländischem Eis (wahrscheinlich) lagern. Dänemark steckt im Moment jedes Jahr 3,2 Milliarden Kronen in die Insel. Das ist, laut FAZ, die Hälfte des Insel-Haushalts.
Aber wenn Grönland unabhängig werden möchte, dann ist Kopenhagen auch nicht mehr bereit soviel Geld in das Land zu investieren. Ohne den Zuschuß aber würde das Land aber sehr schlecht dastehen.
Man hat sich auf einen Kompromiß geeinigt. Grönland darf seine Öl- und Gasfelder nicht verkaufen, etwa an russischen Investoren. Dafür kooperieren Kopenhagen und Nuuk um die Ressourcen gemeinsam auszubeuten. Sollte die Erschließung der Felder erfolgreich sein, würde Dänemark seine Zuschüsse zurückfahren.

Die wichtigesten Dinge bleiben beim Alten.
Die Grönländer haben nach wie vor einen dänischen Paß und die dänische Krone. Außen- und Sicherheitspolitik werden immer noch im Folketing (dänisches Parlament) und nicht im Landsting (grönländisches Parlament) gemacht. Auch viele Verwaltungsbeamte, Lehrer und das Militär kommen nach wie vor vom "Festland". Außerdem wird das Referendum in der dänischen Press im Inlandsressort abgehandelt und das wird wohl auch noch eine Zeitlang so bleiben.

Das Wahlergebnis gibt es übrigens laut der grönländischen Zeitung Sermitsiaqs ab 20:00

Hier noch einige Artikel zum Thema "Referendum in Grönland":
Der Preis der Unabhängigkeit (FAZ)
Auf Permafrost und Alkohol gebaut (Spiegel online)
Greenland to Vote on More Independence From Denmark (NY Times)

Und einen kleinen Fernsehtip habe ich auch noch:

3satbörse Antarktis - für die alle, die gerne mal etwa Positives zum Klimawandel hören möchten.

Faaborg bei Nacht und Tag

Faaborg war das Ende unseres ersten Tages auf Fünen. Dänisch Fåborg geschrieben, ist es ein kleines Städtchen im Süden der Insel Fünen mit gerade einmal 7500 Einwohner. Im Sommer ein Touristenmagnet und im Winter ein einsamer Fleck. Hier beginnen die Wanderrouten entlang der südfünischen Küste und der dänischen Südsee.

Donnerstag, 20. November 2008

Dänemark und seine Bewohner I

Ein paar ganz alltägliche Fragen und Erkenntnisse, die man als Austauschstudent in Dänemark so lernt:
  • warum gibt es Milch mit 0,1% Fett, aber keine mit 3,5%? Dafür habe ich hier viele neue Chipssorten (mit normalem Fettgehalt) kennengelernt.
  • warum brauchen auch andere EU-Bürger in Dänemark eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn sie länger als drei Monate dort leben? Aber als sie können problemlos anfangen zu arbeiten. Die Dänen sind gerne eigen, dafür bin ich hier auch voll krankenversichert und numeriert (CPR).
  • warum braucht man für Reservierungen in der Oper eine CPR-Nummer? Kann man als Tourist dann gar keine Plätze dort reservieren?
  • ein Dänen erzählte mir vor ein paar Tage, dass er kein Radio hört, weil er da eh nichts verstehen würde.
  • es ist kalt, es ist nass, es ist "bäh" – aber die Däninnen tragen immer noch Leggins.
  • die Polizei hat montags und freitags ganztags in allen kleineren Aussenstellen geschlossen und donnerstags ab dem Nachmittag. Passiert hier einfach nichts oder ist das die dänische Gemütlichkeit?
  • wenn in einem Studentenwohnheim der Feuerarlam losgeht, kommt auch nach 2h noch keine Feuerwehr. Wahrscheinlich bräuchte es einen Anruf, dass sie wirklich ausrückt.
  • warum gibt es Suppe in Wurstform?

Freitag, 14. November 2008

Svanninge Bakker

Nach unserem Besuch in Svendborg sind wir dann noch nach Svanninge Bakker gefahren.
Svanninge Bakker ist ein Naturschutzgebiet und Teil der "fünischen Alpen" einer Hügelkette, die sich quer über die Insel zieht.



Wie ihr den Bildern entnehmen konntet, ist es dort wirklich sehr hübsch. Allerdings fehlen jede Art von Wegmarkierungen, so dass ich immer ein bisschen Angst hatte wir könnten uns verlaufen. Das Gebiet ist nämlich sehr weitläufig. Aber wie ihr seht sind wir wieder heil angekommen.