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Freitag, 17. Juli 2009

Literatur I

Gerade bin ich mal wieder dabei mich ein Stückchen weiter in die dänische Geschichte und Gesellschaft einzulesen.
Das Buch, von dem ich gerade überall schwärme, heißt: Die Deutschen und ihre Nachtbarn - Dänemark. Es eigentlich eine ganze Reihe, die von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker herausgegeben wird.
Seltsamerweise gehören zu den „deutschen Nachbarn“ auch Russland, Spanien, Italien und Großbritannien. Aber das soll hier nicht unser Problem sein.

Bernd Henningsen schreibt über die Geschichte, über die dänisch-skandinavische Art Demokratie zu machen und vor allem über die dänische Gesellschaft. Er erklärt auf eine nicht unkritische, aber liebenswürdige Art die dänischen Gepflogenheiten etwa die hygglighed, aber auch das grundlov und den dannebrog.
Jedem, der sich für Dänemark im speziellen oder für Skandinavien interessiert, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Hier das Titelbild - damit keiner sagen kann er hätte es nicht erkannt:

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Ein Husumer Protestschwein

Was sind den Protestschweine und wo liegt bitte Husum, frägt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Husumer Protestschweine sind eine ganz eigene Züchtung.

Quelle: wikipedia.de

Eine Züchtung, die ihren Ausgangspunkt in Deutschland hat, und heute vom Aussterben beroht ist. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es den im Deutschen Kaiserreich lebenden Dänen verboten den Dannebrog, die dänische Flagge, im Vorgarten zu hissen.
Die Dänen hatten ihre ganz eigene Antwort darauf. Sie züchten ein rotes Schwein mit breitem weißen Schulterstreifen und einem angedeuteten weißen Querstreifen und ließen das Tier im Vorgarten herum laufen. Da stand also der Dannebrog vierbeinig in vielen Gärten im Herzogtum Schleswig, dagegen konnten die deutschen Behörden nichts machen.

1954 wurde das Tier offiziell als Rasse anerkannt, starb aber schon 1968 wieder aus. 1984 wieder entdeckt, rennen heute etwa 150 der als sehr genügsamen gelten Tiere durch Zoos und private Zuchten. Denn auf den Bauernhöfen, weder den dänischen noch den deutschen, gibt es Exemplare, weil sie nicht den heutigen Ansprüchen der Massentierhaltung entsprechen.

Wer so ein Tier mal live in Aktion sehen will, hier seid ihr richtig. Aber leider ist die ZDF-Reportage "Tierische Kumpels" 45 min lang und der Protesteber kommt erst ganz am Ende.

Sonntag, 23. November 2008

Mittwoch, 12. November 2008

Fünen

Meine zweite Reise in diesem Semester ging vom 01. bis 02. November nach Fünen.

Fünen ist die drittgrößte Insel Dänemarks. Sie ist vor allem bekannt als Heimat von Hans Christian Andersen.
H. C. Andersen ist wohl der bekannteste Däne und einer der besten Märchendichter der Welt (Hier: einige Märchen kostenlos zum Anhören in Deutsch).
Aber Fünen ist, nach meinem Reiseführer, ein Kontinent. Im Süden liegt die sogenannte dänische Südsee und im Norden die rauhe Nordseeküste. Dazwischen jede Menge verwunschene Schlößchen und Wäldchen, kleine Fachwerkdörfer und Wiesen voll mit Kühen und Schafen. Fünen ist wirklich ein sehr hübscher Fleck.

Meine Reise beginnt mit unserer Anreise:

Donnerstag, 6. November 2008

Møgeltønder

Ein komischer Name: Møgeltønder. Irgendwo im Nirgendwo, nahe der deutsch-dänischen Grenzen liegt der kleine Ort. Ein großes Schloß gibt es dort! Denn ist Møgeltønder der Wohnsitz von Prinz Joachim von Dänemark und seiner Frau Marie Cavallier. Hier leben die beiden und vor allem hier haben die beiden im Mai 2008 geheiratet.
Bei schönem Wetter muß es dort traumhaft sein, leider war am Tag meines Besuches mieses. Daher stellt euch das ganze einfach bei Sonnenschein vor:

Montag, 3. November 2008

Mor og far skal skilles

Im Rahmen einer Hausarbeit habe ich gerade eine Homepage durchgelesen, die sich mit dem Thema Scheidung beschäftig. Aber aus Sicht der Kinder: Mor og Far skal skilles (Mutter und Vater sollen sich scheiden) - eine gute Sache hilft so etwas doch hoffentlich den Kindern in dieser Zeit weiter. Solche Homepages entwickelt hier in Dänemark der Staat - interessant wo es doch nirgendwo auf der Welt so einfach ist zu heiraten wie hier.
Das war aber nicht die einzige spannende seltsame Seite im Internet, die ich im Rahmen meines Dänisch Kurses hier bearbeitet habe:
Ny i Danmark (Neu in Dänemark) oder Danmark i kø (Dänemark im Stau) gehören sich auch dazu.

Heute habe ich noch eine sehr nette Seite entdeckt. Wer von euch auf den Geschmack gekommen ist und gerne mal dänische Sprache hören würde, dem kann ich folgende Seite an Herz legen:
Lybog.com - hier kann man z. B. die Märchen von H.C. Andersen im Original hören.
(Einfach Eventyr anklicken und dann unter H.C. Andersen dessen Märchen anhören)

Mittwoch, 8. Oktober 2008

McDonald's i danmark

Jaja, McDonald's ist ungesund und teuer und sowieso nicht gut!
Nun teuer, dass wird in einem Land wie Dänemark, in dem man auf jeden Fall 25% Steuern auf alle Lebensmittel zahlt, sicher stimmen.
Das mit dem ungesund ist aber schon schwieriger, denn immerhin kann man hier zum Menu statt Pommes auch Mohrrüben wählen. Und das nicht nur zur Junior Tüte; auch der ausgewachsene Däne kann statt fettige Pommes zu mampfen an gesunden Möhrchen knabbern.

gulerod ['gulsdoːˀl] = dt. Möhren, Mohrrüben

Na, dann Velbekomme!

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Bücherfresser @ RUC

Worüber man sich so alles freuen kann …
Heute habe ich mich mal wieder in die UB verirrt! Das ist hier wirklich selten der Fall, weil wir in den meisten Fällen die Texte für die Kurse kopiert oder per Mail zu geschickt bekommen.
Aber heute wie gesagt ein kleiner Ausflug in eine UB in der es nach Tübinger Maßstäben keine Bücher gibt.


Vielleicht denkt ihr jetzt: Dann haben die Insitute wahrscheinlich große Bibliotheken. Aber falsch gedacht: die Insitute haben gar keine Bibliotheken, denn die Dänen kaufen sich die meisten Bücher selbst oder haben Reader oder bekommen die Sachen so wie ich ausgehändigt oder zugeschickt.
Und da man hier außer seinem PROJEKT auch keine Hausarbeiten schreibt, braucht man auch keine Bücher.
Warum freue ich mich also so? Weil es hier Bücherfresser gibt …

Diese Automat frisst Bücher und das geht so …

… Buch in den Schlitz einführen, der passt sich dem Buch an.

Und da geht es hin …

… wohin - keine Ahnung! Aber man bekommt eine Quittung.

Sonntag, 28. September 2008

Ab- und Aufrunden

Wenn man in Dänemark einkaufen geht, wird oft aufgerundet oder gegebenfalls auch mal abgerundet, aber eher selten. Denn im dänischen Staat ist die kleinste Münze das 25 Øre-Stück, aber nur noch bis Mittwoch. Am 01. Oktober 2008 wird die 25 Øre-Münze nämlich abgeschafft und dann gibt es nur noch das 50 Øre-Stück und Kronen.

Wie das beim Einkaufen aussieht: als ich z. B. heute einkaufen war (in Dänemark kann man Sonntags im Supermarkt einkaufen), hatte ich eine Rechnung von 128, 10 DKK (Dänischen Kronen), bezahlt habe ich aber nur 128 DKK - der Betrag wurde abgerundet. Das entspricht etwa 17 €.

Wenn jetzt aber die 25 Øre-Münze verschwindet, wird das auf- und abrunden noch verschärft. Denn ab Mittwoch werden Beträge wie 10, 70 DKK auf 10, 50 abgerundet, aber 10,77 DKK werden jetzt auf 11 aufgerundet.
Bin schon sehr gespannt, wann auch das letzte Øre-Stück abgeschafft wird.

Samstag, 27. September 2008

Zugfahren in Dänemark

Eigentlich wollte ich euch dieses eine Video zeigen. Viel ist darauf nicht zu sehen, nur wie Menschen, vor allem Studenten, dem Treppenausgang des Bahnhofs Trekroner in Dänemark zu streben, aber leider ist das Video auf der Universitätshomepage nicht mehr zu finden. Eigentlich also kein besonders interessantes Video, aber die Studenten laufen direkt am Gleis.

In Deutschland wäre das kein Problem, weil Züge, die durchfahren werden angekündigt, und bremsen außerdem ab bevor sie durch einen Bahnhof fahren.
In Dänemark spart man sich das, die Züge werden weder angekündigt noch bremsen sie ab. Das ist manchmal sehr gefährlich.

Besonders aufgefallen ist mir das, als eine Gruppe Kleinkinder mit mir am Bahnhof stand bzw. saß. Denn die Erzieherinnen ließen die Kleinen sofort in die Mitte des Bahnsteigs hinsetzten nachdem sie angekommen waren und das war auch richtig so, denn wie immer schoßen die Züge nur so vorbei.

Ein weiteres Phänomen der dänischen Bahn ist, das hier häufig Züge gestrichen werden. Dann steht einfach cancelled auf der Ankündigung. Besonders Samstags und Sonntags fallen viele Züge aus, also dann wenn eh schon nicht viele fahren.

Des weiteren unterscheidet sich auch die Innenausstattung dänischer Züge sehr von deutschen. Zum einen gibt es auch in Regionalzügen absolute Ruhebereiche, in denen es nicht gestattetet ist auch nur einen Pips zu sagen, und zum anderen gibt es Kaffeeautomaten auch in RBs.


Außerdem gibt es in dänischen Zügen am Platz keine Mülleimer, sondern Plastiktüten.


In diese packt man seine Abfälle und wirft die Plastiktüte dann auf dem Bahnsteig oder im Vorraum in einen der großen Mülleimer weg. Ironischerweise steht auf den Tüten folgendes:

dt. Nimm den Zug - senke deinen CO2-Ausstoß

Gut das in Dänemark nächstes Jahr die UN Klimawandel Konferenz zu Gast ist. Mal sehen, was das hier alles verändert.

Donnerstag, 25. September 2008

Das Årsfest 2008

Die Dänen wissen zu feiern!
Der Abend begann mit einem gemeinsamen Abendessen im GeoInstitut - für mich zumindest. Andere Fächer, andere Feiern. Die Anglisten feierten beim gemeinsamem Dinner, während die Dänisch-Studenten gleich in die Party einstiegen.
In der Cafeteria der Geographen war das Buffet angerichtet. Thema war natürlich Geographie! Und das Buffet hatte einiges zu bieten: Vulkankuchen, Bodenprofil-Pudding,Weltkugelbrötchen, A-Horizont Nudelsalat, Brote, die aussahen wie Grönland und und und
Ab 10 Uhr verloren sich dann die Geographen in alle Richtungen und die echte Party begann … mit laut wummernden Bässe. Erstmal Zelte kucken gehen war angesagt:
vom Weihnachts- zum Valentinszelt und direkt daneben noch die Fischerkneipe, das 90. Jahre Zelt in dem die Backstreet Boys aber auch jeder Menge Techno lief, das Rockzelt mit der Himmel-und Hölle-Kneipe und natürlich die Mensa als Tummelplatz für Reggae- und Crossover-Fans mit leckeren Cocktails.

Eigentlich für jeden Geschmack was dabei und entsprechend wurde auch wild gefeiert:



Obwohl wir recht "früh" gegangen sind, habe ich doch das Ende des Årsfest 2008 mitbekommen als wäre ich dabei gewesen. Als ich nämlich um kurz vor 4 nach Hause kam, konnte ich feststellen was für eine super Anlage das Weihnachtszelt hatte. Text und Bass konnte ich trotz einiger Entfernung und geschlossener Türen hören und fühlen!
Echt eine gelunge Party - bin nächstes Jahr wieder dabei!

Freitag, 19. September 2008

Einkaufen

Zunächst war ich überrascht von der Menge an Leggins, die hier in Dänemark getragen wird. Die Frauen tragen sie hier zu allem: Hemden, Kleidern, Pullis, Miniröcken und HotPants. Wirklich zu allem - anstelle von Hosen. Und wenn Hosen dann Karottenjeans! Natürlich nicht immer, aber doch gerne und viele.
Irgendwann wurde mir der Stil hier oben aber zu langweilig. Ich weiß nicht warum, weil man Leggins ja so wunderbar kompinieren kann, aber so ist es!

Am Mittwoch war ich mit zwei anderen deutschen Mädchen aus meinem Wohnheim in Roskilde und wir haben uns in ein oder zwei Modeläden verirrt. Anschließend wußten wir auch warum die Dänen alle gleich aussehen, weil es hier im Moment nur einen Trend gibt.
Man merkt: man lebt in einem wahren Sozial-staat.

Die Party des Jahres

In 20 Stunden beginnt die Party des Jahres. Nein, das Roskilde Festival ist seit fast 3 Monaten vorbeit. Und ja, Silvester ist erst in etwas mehr als 3 Monaten. Was könnte das sein?


Das ist DIE Universitätsparty, die jedes Jahr einmal auf dem Campus der Universität Roskilde stattfindet. Letztes Jahr waren 8.000 Menschen dar.
Anfange tut das ganze übrigens erst um 11 Uhr, weil man aber schon ab 5 Uhr nachmittags in den Instituten feiert und zusammen isst. Also die Geographen, Anglisten, Informatiker usw. jeder für sich einfeiert.
Und dann um 11 werden alle Institute geschlossen und die Party steigt in den Zelten, die über das ganze Unigelände verteilt sind. Bis ca. 4 Uhr in der Früh.
Ich bin schon sehr gespannt was das wird und habe mir ja auch schon die richtigen Schuhe geholt - auf Empfehlung mehrer Dänen: Gummistiefel

Altes Bild: Anstehen für Karten für das Årsfest

Für euch, die ihr leider nicht dabei sein könnt - zum Trost einige Links zu dänischen Popsongs:

Freitag, 12. September 2008

Nachtrag zu Zeitungen

Diese beiden netten Zeitungen habe ich in Kopenhagen am Hauptbahnhof entdeckt. Leider war die Zeit schon verkauft und die FAZ nicht attraktiv genug für 3€. Dafür aber die Erkenntnis die Dänen importieren anscheinend alle deutschen Klatschblättchen: Gala, Die Bunte und alle anderen.

Wie oft die Fischerzeitung rauskommt weiß ich leider nicht - aber es gibt sie schon 20 Jahre und das christliche Tageblatt erscheint wirklich täglich.

toilet [toa'lεd] n (-ter) Toilette f …

An der Universität, in vielen Geschäften und auch in vielen Café ist es normal; in Restaurants und Museen eher nicht: Die gemeinsame Toilette!
Männer und Frauen gehen in Dänemark vieler Orts zur gleichen Tür, wenn sie sich kurz frisch machen müssen.


Die Vorteile liegen auf der Hand:
  • Für den Besitzer: weniger Platzverschwendung durch Toiletten.
  • Für den (weiblichen) Besucher: keine langen Schlangen vor der Damentoilette.
Aber die gemeinsame Toilette gibt es nicht überall, z. B. nicht im Studentenhaus in Kopenhagen. Manchmal möchte man doch eher unter seines gleichen bleiben.

Dienstag, 9. September 2008

Zeitung

Bevor ich nach Dänemark ging, bin ich davon ausgegangen, dass man in Dänemark in einer Stadt wie Roskilde mit ca. 80.500 Einwohnern am Bahnhof auch internationales Presse bekommt. Vielleicht nicht die Stuttgarter Zeitung, doch zumindest die FAZ und den Guardian. Dem ist aber nicht so. Den Spiegel und das Time-Magazine kann man kaufen, aber keine internationalen Zeitungen. Die Vogue liegt dafür in mehreren Augaben aus: New York, Paris, Rom, London, Berlin. Die dänischen avisen (dän. Zeitungen) sind natürlich vorhanden: vom christlichen Tagesblatt bis zur Politiken sind alle da und erscheine auch fast alle täglich.

Dafür gibt es hier aber eine nette Sache: Gratiszeitungen an den Bahnsteigen.


Die Dänen lesen die wirklich und die Zeitungen sind gar nicht schlecht. Auf Dänisch, aber ein weites Themenspektrum. In den letzten Wochen wurde sowohl über den Wahlkampf in den USA als auch über die Teilnahme der Ehefrau des dänischen Statsministers (Regierungschefs) an der dänischen Varianten von Let's dance (Vild Med Dans') als auch über die Klage gegen die Jugendlichen, die letztes Jahr in Kopenhagen gegen die Polizei randaliert haben, weil ihr Jugendzentrum geschlossen werden sollte, behandelt. Also alles: Inland, Ausland, Klatsch und Wetter - was braucht man mehr.


Anna würde den MetroExpress lesen, damit sie immer weiß was in ihrem ERASMUS-Land so passiert, wenn sie dänische könnte ;)

Die richtigen Schuhe für Dänemark II

Noch ein paar Bilder zum Thema: Schuhe. Hier der Beweis in Dänemark sind Gummistiefel immer IN.

Freitag, 29. August 2008

Wenn die Kasse nicht stimmt …

Heute abend: ganz schnell noch Milch und Schinken im Supermarkt einkaufen. Aus dem ganz schnell wurde aber nichts, weil eine der beiden Kassen ein Storno nicht verkraftet und abstürzte. Worauf hin sich die beiden Verkäufer und ihr Chef (alle drei zwischen 18 und 24) redlich bemühten, das Ding wieder zum laufen zu bekommen – daran aber scheiterten und dann sogar noch die zweite Kasse den Geist aufgab.
Interessant war dabei die Dänen zu beobachten, wie sie da seelenruhig 15 oder 20min warten bis endlich weiter kassiert werden konnte. Keiner sagte irgendetwas, alle stehen brav in ihrer Schlange und als einer der Verkäufer sich schließlich entschuldigt, meint eine Dame nur: "Kann doch mal passieren."
In Deutschland hätte es doch gleich Ärger gegeben.

Donnerstag, 28. August 2008

Ersti-Woche

An der RUC darf man sich in der letzten Augustwoche wirklich über nichts wundern. Weder über Studenten, die als Affen verkleidet in Bäumen sitzen und mit Bananen werfen (das war Montag), noch über junge Menschen, die auf dem Boden knien und mit verbunden Augen rote Soßen probieren (Dienstag).
Es ist die erste Woche für die neuen Studenten und die Alten drehen ordentlich auf um sie willkommen zu heißen.
Heute stand übrigens Gruppenbildung auf dem Programm, dafür haben sich die Dänen etwas ganz eigenes ausgedacht:

Mehrer Züge verkleideter Menschen ziehen an einem vorbei, denn jedes Institut (hier auch “Haus“ genannt) hat seine eigene Verkleidung und Farbe, ob Wikinger, Marsmensch oder Militär: alle sind bunt, angetrunken, mehr oder weniger gut drauf und auf dem Weg nach Roskilde, wo sie dann richtig Party machen.
Mal sehen was sie morgen machen werden - wahrscheinlich erstmal lang schlafen ;)

Montag, 25. August 2008

Ein Elefant in Dänemark

Im Schloss Frederiksborg ist in verschieden Gemälden immer wieder ein kleiner weißer Elefant zu bewundern. Dieser Elefant ist ein Teil des Elefanten-Ordens, des höchsten und wichtigesten Ordens Dänemarks.


Wie etwa hier: ein Ausschnitt aus einem Gemälde, dass Königen Maragrethe II als 35jährige zeigt.
Dieser Orden wird heute nur noch an Mitglieder der königlichen Familie, etwa das Kronprinzenpaar, sowie an Staatsoberhäupter andere Länder verliehen. Wer ihn bekommt entscheidet alleine der Ordensmeister, die Königin.
Der Elefant war in Europa schon im Mittelalter ein Symbol für die Reinheit und Sittsamkeit. Außerdem waren Kriegselefant ein Symbol für die Verteidigung des Christentums.
Die Gründung des Ordens geht auf das 15. Jahrhundert zurück, damit ist er auch einer der ältesten staatlichen Orden der Welt. Seine Statuten wurden Ende des 17. Jahrhunderts aufgestellt und gelten bis heute. Frauen werden erst seit 1959 zugelassen.