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Sonntag, 9. November 2008

Kolding

Heute also die letzte oder besser die erste Station meiner Reise durch Jütland. Da Jütland wie bereits geschrieben der Festlandteil Dänemarks ist, war unser erster Haltepunkt dort, natürlich eine Hafenstadt: Kolding

Kolding ist gar nicht so alt (12. Jahrhundert), aber sehr wichtig für den Verkehr. Denn wer immer auf die dänischen Inseln möchte, muß an Kolding vorbei. Egal, ob man aus dem Süden oder dem Norden Jütlands kommt und umgekehrt gilt natürlich dasselbe.

Samstag, 8. November 2008

Flensburg

So langsam näher wir uns dem Ende meiner Festlandreise vor zwei Wochen. Noch zwei Stationen gibt es zu bestaunen. Heute erstmal Flensburg.

Flensburg, die nördlichste Stadt Deutschlands, liegt direkt an der deutsch-dänischen Grenze und das nicht ohne Grund. War die Stadt, die von deutschen Autofahrern nicht geliebt wird, doch früher Teil des Herzogtums Schleswig.

Schleswig war ein sehr schwieriges Herzogtum, immerhin lebten nicht nur Dänen und Deutsche hier zusammen. Sondern nach dem "Aussterben" der Herzogsfamilie ging das Land an das dänische Königshaus. Das war aber problematisch, denn das Herzogtum war auch Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Ende vom Lied: der deutsch-dänische Krieg Teil II.

1920 nach dem ersten Weltkrieg wurde in Schleswig über die nationale Zugehörigkeit abgestimmt. Seitdem ist das Gebiet des ehemaligen Herzogtums geteilt in Nord- und Südschleswig.
Nordschleswig gehört zu Dänemark. Südschleswig ist heute der nördliche Teil des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Flensburg ist auch Sitz der europäischen Zentrale für Minderheitenfragen und das nicht ohne Grund immerhin leben hier schon jahrhundertelang unterschiedliche Nationalitäten und Sprachen zusammen. Neben der deutschen und dänischen Sprache gibt es auch noch friesisch und sønderjysk.

Donnerstag, 6. November 2008

Møgeltønder

Ein komischer Name: Møgeltønder. Irgendwo im Nirgendwo, nahe der deutsch-dänischen Grenzen liegt der kleine Ort. Ein großes Schloß gibt es dort! Denn ist Møgeltønder der Wohnsitz von Prinz Joachim von Dänemark und seiner Frau Marie Cavallier. Hier leben die beiden und vor allem hier haben die beiden im Mai 2008 geheiratet.
Bei schönem Wetter muß es dort traumhaft sein, leider war am Tag meines Besuches mieses. Daher stellt euch das ganze einfach bei Sonnenschein vor:

Dienstag, 28. Oktober 2008

Ribe - die älteste Stadt Dänemarks

Unsere letzte Nacht haben wir in der geheimnisvollen und sehr alten Stadt Ribe verbracht. Warum geheimnisvoll werdet ihr euch fragen …
… nun, als wir am Freitag, den 24. Oktober, dort ankamen, erzählte uns der Herbergsvater von einem Phänomen, das nur einmal im Jahr in Ribe auftritt: Die Stare sammeln sich zum Flug in den Süden. Aber sie sammeln sich nicht irgendwo, sondern in einem kleinen Feld bei Ribe. Sie sammeln sich hier an einem Tag Ende Oktober. Und der 24. war dieser Tag. Am 25. um 7 Uhr früh würden die Stare dann aufbrechen Richtung Süden.

Es war sehr beeindruckend zu sehen wie ganze Schwärme, hunderte von Vögeln, in einem kleinen schilffberandeten Feld verschwanden. Vor allem wie sie sich hinunter stürtzten oder in Spiralen zur Landung ansetzten. Mich erinnerte es sehr an Fischschwärme im Meer. Leider haben wir nur die Sammlung der Tiere gesehen, nicht aber ihren Abflug. Dafür haben wir in unsere letzten Nacht einfach zu lang gefeiert!

Rømø - Die Insel mit den zwei Ø

Ø [ø] das ist nicht nur ein Laut im Alphabet sondern heißt gleichzeitig auch Insel.
Und Rømø ist so eine Insel, genauer die südlichste dänische Wattenmeerinsel. Jedes dritte Auto auf dieser Insel hat ein deutsches Kennzeichen.

Eine richtige Insel ist Rømø eigentlich gar nicht mehr - denn mit dem Festland verbindet sie ein befahrbarer Damm, an dessen Seiten sich rechts und links schon die Wiesen ausdehnen auf denen Schaafe weiden. Denn wie jedes Monument, das den Fluß des Wasser bremst führt auch dieses zu Ablagerung von Sand. Schließlich hat das Wasser soviel Sand abgelagert, dass das neue Land nur noch bei Hochwasser überflutet wird. Sobald dieser Zeitpunkt erreicht ist fangen Pflanzen an sich anzusiedeln und die frischgewonnen Erde ergrünt.

Rømø ist berühmt für seinen langen und breiten Strand. Man kann bei Niedrigwasser unglaublich weit hinausfahren. Ja, fahren! Denn auf der Insel ist es erlaubt mit seinem Auto bis an die Wasserkante zu fahren: Wattenmeer und Naturschutz, hin oder her.

Hier ein paar Impressionen von der Insel:

Sonntag, 26. Oktober 2008

Legoland

Gestern bin ich von einer viertägigen Tour mit dem Internationalen Club der Universität Roskilde zurückgekommen. Wir waren auf dem Festlandteil Dänemarks Jütland oder in dänisch Jylland. Darüber werde ich euch im Lauf der nächsten Tage berichten, aber ich beginne am letzten Tag.

Gestern sind wir also bei strahlendem Sonnenschein nach Legoland Billund gefahren. Vielleicht kennt der eine oder andere noch Lego. Lego das sind die bunten Steine aus denen man Häuser, Zäune, Autos, Arztpraxen und in meinem Fall Pferdeställe gebaut hat, aber von denen man nie genug in der eben benötigten Farbe hatte.
Lego ist eine dänische Marke. Wie ich finde ist es bis jetzt auch immer noch eines der besten Kindespielzeuge der Welt, weil es dem Kind nicht aufzwingt was es tun muß, sondern es selbst entscheiden kann, was es und wie es das bauen möchte. Dieses Spielzeug stimmt also gut mit meiner politischen Einstellungen überein - sehr liberal ;)

Legoland ist toll! Nicht nur weil man Legosteine als Schlüsselanhänger mit Namensgravur kaufen kann, sondern auch wegen den begeisterten Kindern, den tollen Fahrgeschäften und dem geträunen Nachbau vieler dänischer und internationalen Symbole. Aber seht selbst: