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Donnerstag, 20. November 2008

Dänemark und seine Bewohner I

Ein paar ganz alltägliche Fragen und Erkenntnisse, die man als Austauschstudent in Dänemark so lernt:
  • warum gibt es Milch mit 0,1% Fett, aber keine mit 3,5%? Dafür habe ich hier viele neue Chipssorten (mit normalem Fettgehalt) kennengelernt.
  • warum brauchen auch andere EU-Bürger in Dänemark eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn sie länger als drei Monate dort leben? Aber als sie können problemlos anfangen zu arbeiten. Die Dänen sind gerne eigen, dafür bin ich hier auch voll krankenversichert und numeriert (CPR).
  • warum braucht man für Reservierungen in der Oper eine CPR-Nummer? Kann man als Tourist dann gar keine Plätze dort reservieren?
  • ein Dänen erzählte mir vor ein paar Tage, dass er kein Radio hört, weil er da eh nichts verstehen würde.
  • es ist kalt, es ist nass, es ist "bäh" – aber die Däninnen tragen immer noch Leggins.
  • die Polizei hat montags und freitags ganztags in allen kleineren Aussenstellen geschlossen und donnerstags ab dem Nachmittag. Passiert hier einfach nichts oder ist das die dänische Gemütlichkeit?
  • wenn in einem Studentenwohnheim der Feuerarlam losgeht, kommt auch nach 2h noch keine Feuerwehr. Wahrscheinlich bräuchte es einen Anruf, dass sie wirklich ausrückt.
  • warum gibt es Suppe in Wurstform?

Dienstag, 18. November 2008

Der alltägliche Wahnsinn

Heute ist mir mein Handy runter gefallen. Diese Meldung hat ungefähr den Wert von "Hund beißt Mann". Aber um die Geschichte geht es mir auch gar nicht.

Bei dieser Gelegenheit habe ich nämlich festgestellt, dass ich auch in Zukunft Kunde bei Sony Ericsson bleiben werde, weil die eine sehr gute Hotline haben. Ok, vielleicht hatte ich viel Glück und habe ausgerechnet den höflichsten und bestgelauntesten Mitarbeiter erwischt. Trotzdem!

Dank Skype ist es heutzutage nämlich möglich auch aus dem Ausland kostengünstig weltweit anzurufen. Und in diesen paar Monaten hier habe ich damit jetzt schon einige Bekanntschaften mit Kundentelefonen gemacht.

Etwa mit der dänischen Polizei. Anfang des Semester habe ich für einige Tage meinen Personalausweis vermisst (habe ihn dann aber wieder gefunden!). Daher wollte ich, wie ich das aus Deutschland kenne, den Ausweis bei der Polizei für vermisst erklären lassen. Ging aber leider nicht! Polizeiwachen haben in Dänemark nämlich montags geschlossen.

Nächste Erfahrung: ZDF. Ich hätte nie gedacht, dass es so umständlich ist die Kosten für die Vorführung der ZDF-Produktion "Wählt Jesus!" heraus zu bekommen. Gut gläubig wie ich war, habe ich bei der Zentrale angerufen und danach weiß ich nicht mehr wie oft ich meine Geschichte erzählt habe: fünf- oder siebenmal.
Letztendlich bin ich bei einer Frau gelandet, die mir erklärt hat, dass für den Buchstaben F wie Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihr Kollege zu ständig wäre, aber sie wäre jetzt mal so nett und würde mir helfen: Wie groß denn die Klasse wäre? Und in welchem Fach? – Äh, politische Bildungsarbeit einer Stiftung? Ne, das hat sie nicht verstanden. Egal, meine Auskunft habe ich bekommen.

Mein persönlicher Liebling zu diesem Thema aber ist das Kaufhaus Illum in Kopenhagen. An meinem Geburtstag habe ich dort Schmuck gekauft. Und die Verkäuferin hat vergessen mir ein Paar Ohrringe einzupacken. Das ist mir aber erst im Zug nach Hause aufgefallen.
Also am nächsten Tag angerufen. Ich habe auch gleich jemand ans Telefon bekommen, bin aber einfach weiter durchstellt worden … an einen Anrufbeantworter. Ok, wieder angerufen. Dieser Frau, aber gleich gesagt, dass man mich bitte nicht weiter verbinden soll, hat aber nichts genützt und wieder den Anrufbeantworter der Chefin gehört. Beim dritten Mal habe ich dann gleich protestiert und dann hatte ich aber ganz schnell die Chefin am Ohr ohne durchgestellt zu werden. Die mich dann weiterverbunden hat, diesmal aber richtig.
Ok, meine Ohrringe habe ich und Illum war das peinlich.
Wobei ich die Sache mit dem Kundetelefon peinlicher finde als die nicht eingepackten Ohrringe, aber das sei mal dahin gestellt.

Das ist aber sicher alles der alltägliche Wahnsinn.

Donnerstag, 6. November 2008

a RUC experience

Ein kleiner Film über das studentische Leben an der Universität Roskilde:



Hier ist übrigens der Link zum "offiziellen" Universitäts Vorstellungsvideo

Montag, 3. November 2008

Mor og far skal skilles

Im Rahmen einer Hausarbeit habe ich gerade eine Homepage durchgelesen, die sich mit dem Thema Scheidung beschäftig. Aber aus Sicht der Kinder: Mor og Far skal skilles (Mutter und Vater sollen sich scheiden) - eine gute Sache hilft so etwas doch hoffentlich den Kindern in dieser Zeit weiter. Solche Homepages entwickelt hier in Dänemark der Staat - interessant wo es doch nirgendwo auf der Welt so einfach ist zu heiraten wie hier.
Das war aber nicht die einzige spannende seltsame Seite im Internet, die ich im Rahmen meines Dänisch Kurses hier bearbeitet habe:
Ny i Danmark (Neu in Dänemark) oder Danmark i kø (Dänemark im Stau) gehören sich auch dazu.

Heute habe ich noch eine sehr nette Seite entdeckt. Wer von euch auf den Geschmack gekommen ist und gerne mal dänische Sprache hören würde, dem kann ich folgende Seite an Herz legen:
Lybog.com - hier kann man z. B. die Märchen von H.C. Andersen im Original hören.
(Einfach Eventyr anklicken und dann unter H.C. Andersen dessen Märchen anhören)

Sonntag, 2. November 2008

Facebook

War in Deutschland StudiVZ meine ständig Quelle um Kontakt zu halten, Bilder zu sehen und zum Geburtstag zu gratulieren, nimmt in einem ERASMUS-Semester definitiv Facebook diese Stelle ein und wird der beste Freund der Hanna.

Als ich letzte Woche aus Jütland zurückkam, war die erste Handlung: einer anderen Deutschen Facebook einzurichten und die neuen Freunde zu suchen und hinzuzufügen.
Man ahnt, dass man schnell Namen und Gesichter vergisst, wenn man sich die Namen beim Dröhnen der Musik auf irgendeiner Party zu ruft und die Gesichter meist nur aus dem Halbdunkel eben jener Feiern kennt.
Ich habe das Gefühl bald jeden hier zu kennen, was auch durch aus richtig sein könnte. Denn so viele internationale Studenten gibt es hier gar nicht. Insgesamt sind wir wohl etwas über 120 ausländische Studis. Eine kleine Gemeinschaft irgendwo im Nichts.

So, habe gerade noch die letzten neuen Kontakt vom vergangen Wochenende hinzugefügt.
Networking ist echt anstrengend und vor allem zeitraubend - aber unglaublich spannend.

Freitag, 17. Oktober 2008

Indian Summer in DK

Hier ein paar Bilder vom Herbst in Dänemark.



Die Tage werden hier jetzt sehr schnell kürzer und es geht ein kalter Wind, selbst wenn die Sonne scheint. Heute habe ich sogar Gänse rufen hören, wie in einem schlechten Film, die werden wohl bald nach Süden fliegen.

Freitag, 10. Oktober 2008

Völkerverständigung ...

Schräg gegenüber von mir saß heute morgen im Zug eine alte dänische Dame. Um sie herum, eine nicht-dänische Großfamilie mit erwachsenen Kinder.
Während der Fahrt nach Kopenhagen unterhielt sich die Großfamilie sehr angeregt.
Kurz vor Kopenhagen dann:
Dänin: "Welche Sprache sprechen sie denn?"
Junge Frau: "Wir sprechen portugiesisch."
Dänin: "Ah, ich habe nämlich das Wort "problemer" verstanden."
Mutter: "Oh, wirklich. Wie heißt das denn im Dänischen?"
Dänin: "problemer!"
Mutter: "Ach, das ist ja toll!"
Junge Frau: "Aber das heißt doch in vielen europäischen Sprachen sehr ähnlich, nicht?"
Dänin: "Ich glaube schon."

So einfach kann doch Völkerverständigung sein!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

McDonald's i danmark

Jaja, McDonald's ist ungesund und teuer und sowieso nicht gut!
Nun teuer, dass wird in einem Land wie Dänemark, in dem man auf jeden Fall 25% Steuern auf alle Lebensmittel zahlt, sicher stimmen.
Das mit dem ungesund ist aber schon schwieriger, denn immerhin kann man hier zum Menu statt Pommes auch Mohrrüben wählen. Und das nicht nur zur Junior Tüte; auch der ausgewachsene Däne kann statt fettige Pommes zu mampfen an gesunden Möhrchen knabbern.

gulerod ['gulsdoːˀl] = dt. Möhren, Mohrrüben

Na, dann Velbekomme!

Samstag, 4. Oktober 2008

Nørrebro

Das Kopenhagener Stadtviertel Nørrebro (dt. nördliche Brücke) gilt als eines der Ausgehviertel der Stadt.

Im 18. Jahrhundert war dieser Teil der Stadt aber zunächst das Armen- und Handwerkerquartier. Denn das Viertel lag außerhalb der wohlhabenden Innenstadt, direkt an einem der Hilfsfriedhöfe. Auf diesem Ausweichfriedhof (Assistens Kirkegård) sind übrigens die beiden bekanntesten Männer Dänemarks beerdigt: Hans Christian Andersen und der Philosoph Søren Kirkegaard.

Doch ab Mitte des 19. Jahrhundert zogen auch die unteren Beamten und einfache Bürger hierher. Schnell setzte ein Bauboom ein und die Zahl der Bewohner stieg steil an, begünstigt durch die Industrialisierung Dänemarks.

Nach einem Beschluß aus den 1960 wurde das Viertel saniert. Ab 1970 begann man mit der Sanierung und als Folge davon auch mit dem Abriß von Häusern, dies führte zu massiven Unruhen. Auch heute noch ist das Viertel für seine Unruhen bekannt. Etwa im Dez. 2006 und im Frühjahr 2007 als es wegen der Schließung des Ungdomshuset (dt. Jugendhaus) zu Straßenschlachten zwischen Linksautonomen und der Polizei kam.

Am vergangen Freitag habe ich mich aufgemacht dieses Viertel etwas näher kennen zu lernen.
Auf der Karte könnt ihr meinen Weg folgen.



Ausgangspunkt dieser kleinen Tour war die Nørreportstation. Von dort aus bin ich die Nørrebrogade hoch gelaufen über die Nørrebro, das Herz des Viertels. Vorbei an Designershops für Lampen oder Stühle, an kleinen ökologischen Bäckereien, an Fotoläden und Brautshops. Und dann nach der Brücke zunehmend an billigeren Supermarktketten, Drogerien und Secondhand-Läden des Roten Kreuzes. Noch weiter die Straße entlang an arabischen Kleiderläden, türkischen Gemüseverkäufern und Dönerbuden.

Bis ich schließlich direkt am Friedhof auf den Jagtvej stieß. Den bin ich dann kurz entlang. Denn der Jagtvej ist schon lange kein Weg mehr, sondern eine dichtbefahrene Straße. Weiter in eine kleine grüne Nebenstraße und dann langsam zurück. Die Guldbergsgade wirkt wie ausgestorben, währen da nicht die vielen vielen Radfahrer, die aus der Stadt von der Arbeit kommen oder hineinfahren zum ausgehen, den immerhin ist es Freitag nach 17 Uhr. Alle anständigen Menschen sind beim Essen, denn die Menschen auf den Rädern sind ausschließlich junge Studenten.

Hier in der Seitenstraße parken viele schöne Autos: Audis, Mercedes, VW Golf; aber keine Rostlauben. Man merkt das alte Arbeiterviertel ist nicht mehr ganz billig, es gibt nur noch ein oder zwei kleine Märkte, die vierundzwanzig Stunden auf haben. Die Muslima, die mir begegnet sieht gehetzt aus. Aber aus der Eckkneipe hört man schon Stimmen. Also doch nicht so ausgestorben.

Die Häuser sehen alle gleich aus, auch wenn das Viertel durch die großen Straßen und die vielen Bäumen nicht nach Arbeiterviertel aussieht. Irgendwas aus dieser Zeit ist doch hängen geblieben. Und man kann noch sehr gut sehen, in welcher Zeit die Umgebung entstanden ist. Die Bunker sind zwar versiegelt, aber noch nicht aus der Welt. Diese Bunker wurden noch vor dem ersten Weltkrieg erbaut.

Zurück auf "dicht" befahrene Radfahrerstraße, auf der anderen Straßenseite eilt ein junges Paar mit Kind zu einer privaten Verabredung: er in Jeans und Jackett das Kind in eine einfache Decke gewickelt im Arm; sie im Pelzmantel mit Sektflasche in der Hand. Gegenüber dem Hauseingang in dem sie verschwinden, ein Haus mit Gartenlaube, die als Probewand für Graffitis gebraucht wurde.

So langsam nähere ich mich wieder den Straßen, wo nicht nur gewohnt sondern auch verkauft wird. 24h-Laden, neben Secondhand-Laden und dem ersten Shop eines jungen Modedesigners. Die Friseuse sitzt noch hinter der Kasse und macht Abrechnung. Gleichzeitig geht die Sonne unter und das staatliche dänische Radio DR baut in der Disko RUST gerade sein Equipment auf. Davor stehen drei große Übertragungswägen mit ausgefahrenen Antennen und am St. Hans Torv ist noch gar nichts los.
Der St. Hans Torv ist einer der Plätze für Nachtschwärmer in Kopenhagen und von ihm weg führt die Elmengade, hier gibt es einige schräge Kneipen, etwa "The Laundromat Café" (Café und Waschsalon in einem) und viele Sushi-Bars, außerdem das Øl, wo auch das Bier vieler kleiner dänischer und internationaler Brauerein ausgeschenkt wird.
Mitten über der Straße hängt ein Gummientchen in der Luft.
Und dann ist man schon wieder auf der Nørrebrogade im abendlichen Freizeitverkehr Richtung Innenstadt.

PS: Hier noch ein paar Bilder meines Ausflugs:

Sonntag, 28. September 2008

Ab- und Aufrunden

Wenn man in Dänemark einkaufen geht, wird oft aufgerundet oder gegebenfalls auch mal abgerundet, aber eher selten. Denn im dänischen Staat ist die kleinste Münze das 25 Øre-Stück, aber nur noch bis Mittwoch. Am 01. Oktober 2008 wird die 25 Øre-Münze nämlich abgeschafft und dann gibt es nur noch das 50 Øre-Stück und Kronen.

Wie das beim Einkaufen aussieht: als ich z. B. heute einkaufen war (in Dänemark kann man Sonntags im Supermarkt einkaufen), hatte ich eine Rechnung von 128, 10 DKK (Dänischen Kronen), bezahlt habe ich aber nur 128 DKK - der Betrag wurde abgerundet. Das entspricht etwa 17 €.

Wenn jetzt aber die 25 Øre-Münze verschwindet, wird das auf- und abrunden noch verschärft. Denn ab Mittwoch werden Beträge wie 10, 70 DKK auf 10, 50 abgerundet, aber 10,77 DKK werden jetzt auf 11 aufgerundet.
Bin schon sehr gespannt, wann auch das letzte Øre-Stück abgeschafft wird.

Samstag, 27. September 2008

U-Bahn fahren

Nachdem ich euch gestern über das Zugfahren in Dänemark berichtet habe, will ich heute von meinen Erfahrungen mit der Kopenhagener U-Bahn erzählen und zeigen.
Die Kopenhagener Metro liegt tief unter der Stadt.


Zwei lange Rolltreppen muß man hinunter fahren und dann steht man auf dem Bahnsteig, aber hinter verschloßen Glastüren. So kann sich keiner vor der Zug werfen, den die Kopenhagener Metro fährt ohne Fahrer.
Die Metro Kopenhagen hat zwei Linien, die beide von West nach Ost führen und vor allem dazu dienen die Innenstadt Kopenhagens zu vernetzen.
Da die Metro wie gesagt ohne "Piloten" auskommt, erlaubt das dem Mitfahrenden ganz vorne zu sitzen und die Fahrt unter den belebten Straßen Kopenhagens direkt mit zu erleben.



PS: Ein Hinweis zur ZDF Mediathek: Roms Unterwelt-Schatzsucher in Zeitnot in der Suche eingeben. Ein sehr interessanter Bericht über die Probleme beim Bau einer U-Bahn wie der Kopenhagener, nur noch schwieriger. Immerhin geht es um Rom!

Zugfahren in Dänemark

Eigentlich wollte ich euch dieses eine Video zeigen. Viel ist darauf nicht zu sehen, nur wie Menschen, vor allem Studenten, dem Treppenausgang des Bahnhofs Trekroner in Dänemark zu streben, aber leider ist das Video auf der Universitätshomepage nicht mehr zu finden. Eigentlich also kein besonders interessantes Video, aber die Studenten laufen direkt am Gleis.

In Deutschland wäre das kein Problem, weil Züge, die durchfahren werden angekündigt, und bremsen außerdem ab bevor sie durch einen Bahnhof fahren.
In Dänemark spart man sich das, die Züge werden weder angekündigt noch bremsen sie ab. Das ist manchmal sehr gefährlich.

Besonders aufgefallen ist mir das, als eine Gruppe Kleinkinder mit mir am Bahnhof stand bzw. saß. Denn die Erzieherinnen ließen die Kleinen sofort in die Mitte des Bahnsteigs hinsetzten nachdem sie angekommen waren und das war auch richtig so, denn wie immer schoßen die Züge nur so vorbei.

Ein weiteres Phänomen der dänischen Bahn ist, das hier häufig Züge gestrichen werden. Dann steht einfach cancelled auf der Ankündigung. Besonders Samstags und Sonntags fallen viele Züge aus, also dann wenn eh schon nicht viele fahren.

Des weiteren unterscheidet sich auch die Innenausstattung dänischer Züge sehr von deutschen. Zum einen gibt es auch in Regionalzügen absolute Ruhebereiche, in denen es nicht gestattetet ist auch nur einen Pips zu sagen, und zum anderen gibt es Kaffeeautomaten auch in RBs.


Außerdem gibt es in dänischen Zügen am Platz keine Mülleimer, sondern Plastiktüten.


In diese packt man seine Abfälle und wirft die Plastiktüte dann auf dem Bahnsteig oder im Vorraum in einen der großen Mülleimer weg. Ironischerweise steht auf den Tüten folgendes:

dt. Nimm den Zug - senke deinen CO2-Ausstoß

Gut das in Dänemark nächstes Jahr die UN Klimawandel Konferenz zu Gast ist. Mal sehen, was das hier alles verändert.

Freitag, 19. September 2008

Einkaufen

Zunächst war ich überrascht von der Menge an Leggins, die hier in Dänemark getragen wird. Die Frauen tragen sie hier zu allem: Hemden, Kleidern, Pullis, Miniröcken und HotPants. Wirklich zu allem - anstelle von Hosen. Und wenn Hosen dann Karottenjeans! Natürlich nicht immer, aber doch gerne und viele.
Irgendwann wurde mir der Stil hier oben aber zu langweilig. Ich weiß nicht warum, weil man Leggins ja so wunderbar kompinieren kann, aber so ist es!

Am Mittwoch war ich mit zwei anderen deutschen Mädchen aus meinem Wohnheim in Roskilde und wir haben uns in ein oder zwei Modeläden verirrt. Anschließend wußten wir auch warum die Dänen alle gleich aussehen, weil es hier im Moment nur einen Trend gibt.
Man merkt: man lebt in einem wahren Sozial-staat.

Aussichten

Das schönste nahe an der See zu wohnen ist die gute Luft und die fantastischen Sonnenuntergänge.
Von der guten Luft bekommen wir leider nicht so viel mit - dafür sind liegt das Korallen, mein Wohnheim, schon zu weit im Inneren, falls das in diesem Land überhaupt geht.
Aber die Sonnenuntergänge, die können wir auch von hier aus sehen und genießen:

Freitag, 12. September 2008

Nachtrag zu Zeitungen

Diese beiden netten Zeitungen habe ich in Kopenhagen am Hauptbahnhof entdeckt. Leider war die Zeit schon verkauft und die FAZ nicht attraktiv genug für 3€. Dafür aber die Erkenntnis die Dänen importieren anscheinend alle deutschen Klatschblättchen: Gala, Die Bunte und alle anderen.

Wie oft die Fischerzeitung rauskommt weiß ich leider nicht - aber es gibt sie schon 20 Jahre und das christliche Tageblatt erscheint wirklich täglich.

toilet [toa'lεd] n (-ter) Toilette f …

An der Universität, in vielen Geschäften und auch in vielen Café ist es normal; in Restaurants und Museen eher nicht: Die gemeinsame Toilette!
Männer und Frauen gehen in Dänemark vieler Orts zur gleichen Tür, wenn sie sich kurz frisch machen müssen.


Die Vorteile liegen auf der Hand:
  • Für den Besitzer: weniger Platzverschwendung durch Toiletten.
  • Für den (weiblichen) Besucher: keine langen Schlangen vor der Damentoilette.
Aber die gemeinsame Toilette gibt es nicht überall, z. B. nicht im Studentenhaus in Kopenhagen. Manchmal möchte man doch eher unter seines gleichen bleiben.

Dienstag, 9. September 2008

Zeitung

Bevor ich nach Dänemark ging, bin ich davon ausgegangen, dass man in Dänemark in einer Stadt wie Roskilde mit ca. 80.500 Einwohnern am Bahnhof auch internationales Presse bekommt. Vielleicht nicht die Stuttgarter Zeitung, doch zumindest die FAZ und den Guardian. Dem ist aber nicht so. Den Spiegel und das Time-Magazine kann man kaufen, aber keine internationalen Zeitungen. Die Vogue liegt dafür in mehreren Augaben aus: New York, Paris, Rom, London, Berlin. Die dänischen avisen (dän. Zeitungen) sind natürlich vorhanden: vom christlichen Tagesblatt bis zur Politiken sind alle da und erscheine auch fast alle täglich.

Dafür gibt es hier aber eine nette Sache: Gratiszeitungen an den Bahnsteigen.


Die Dänen lesen die wirklich und die Zeitungen sind gar nicht schlecht. Auf Dänisch, aber ein weites Themenspektrum. In den letzten Wochen wurde sowohl über den Wahlkampf in den USA als auch über die Teilnahme der Ehefrau des dänischen Statsministers (Regierungschefs) an der dänischen Varianten von Let's dance (Vild Med Dans') als auch über die Klage gegen die Jugendlichen, die letztes Jahr in Kopenhagen gegen die Polizei randaliert haben, weil ihr Jugendzentrum geschlossen werden sollte, behandelt. Also alles: Inland, Ausland, Klatsch und Wetter - was braucht man mehr.


Anna würde den MetroExpress lesen, damit sie immer weiß was in ihrem ERASMUS-Land so passiert, wenn sie dänische könnte ;)

Die richtigen Schuhe für Dänemark II

Noch ein paar Bilder zum Thema: Schuhe. Hier der Beweis in Dänemark sind Gummistiefel immer IN.

Freitag, 29. August 2008

Wenn die Kasse nicht stimmt …

Heute abend: ganz schnell noch Milch und Schinken im Supermarkt einkaufen. Aus dem ganz schnell wurde aber nichts, weil eine der beiden Kassen ein Storno nicht verkraftet und abstürzte. Worauf hin sich die beiden Verkäufer und ihr Chef (alle drei zwischen 18 und 24) redlich bemühten, das Ding wieder zum laufen zu bekommen – daran aber scheiterten und dann sogar noch die zweite Kasse den Geist aufgab.
Interessant war dabei die Dänen zu beobachten, wie sie da seelenruhig 15 oder 20min warten bis endlich weiter kassiert werden konnte. Keiner sagte irgendetwas, alle stehen brav in ihrer Schlange und als einer der Verkäufer sich schließlich entschuldigt, meint eine Dame nur: "Kann doch mal passieren."
In Deutschland hätte es doch gleich Ärger gegeben.