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Freitag, 17. Juli 2009

Literatur I

Gerade bin ich mal wieder dabei mich ein Stückchen weiter in die dänische Geschichte und Gesellschaft einzulesen.
Das Buch, von dem ich gerade überall schwärme, heißt: Die Deutschen und ihre Nachtbarn - Dänemark. Es eigentlich eine ganze Reihe, die von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker herausgegeben wird.
Seltsamerweise gehören zu den „deutschen Nachbarn“ auch Russland, Spanien, Italien und Großbritannien. Aber das soll hier nicht unser Problem sein.

Bernd Henningsen schreibt über die Geschichte, über die dänisch-skandinavische Art Demokratie zu machen und vor allem über die dänische Gesellschaft. Er erklärt auf eine nicht unkritische, aber liebenswürdige Art die dänischen Gepflogenheiten etwa die hygglighed, aber auch das grundlov und den dannebrog.
Jedem, der sich für Dänemark im speziellen oder für Skandinavien interessiert, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Hier das Titelbild - damit keiner sagen kann er hätte es nicht erkannt:

Samstag, 6. Dezember 2008

Dom zu Roskilde

Der Dom in Roskilde ist UNESCO Weltkulturerbe und furchtbar alt und ein riesen Ding.
UNESCO Weltkulturerbe ist der Dom unter anderem deshalb, weil seit Einführung der Reformation in Dänemark 1536 alle dänischen Könige (16 an der Zahl) und fast alle Königinnen hier beerdigt wurden. Auch der dänische König Harald Blauzahn und die Unionskönigin Margarete I. liegen hier begraben.
Die Kirche wurde 1280 etwa fertig gestellt und seit dem sind einige neue Anbauten an das Gebäude hinzugefügt worden, in sehr unterschiedlichen Stilen.

Donnerstag, 27. November 2008

Den Fynske Landsby

Wie sah so ein altes dänisches Dorf eigentlich aus? Wie lebten die Menschen im 19. Jahrhundert auf dem Land? Wie groß waren sie?

Wer solche Fragen hat, ist im Museum "Den Fynske Landsby" genau richtig. Die schönsten Bauernhäuser der Insel versammelt in einem Freilichtmuseum mit Schweinen, Gänsen, Hühnern und Katzen zum Anfassen.

Der Aufenthalt beginnt zunächst mit einem kurzen Film über die Geschichte der dänischen Bauernfamilie. Dabei lernt man dann, dass die Frauen durch die Mechanisierung zwar von ihrer schweren Arbeit befreit wurden, gleichzeitig aber auch an Bedeutung im Haushalt einbüßten.
Und dann gehts ab ins Dorf.

Donnerstag, 13. November 2008

Gudme

Gudme ist ein Name, den noch niemand wohl jemals gehört hat. Vor dem vergangenen Sommersemester ging es mir da genauso, aber dann habe ich eine Hausarbeit über diesen kleinen Ort mitten in Fünen geschrieben. 21 geschriebene Seiten später kann ich sehr, sehr viel über diesen Ort sagen.

Fangen wir beim Auffälligsten an: Dem Namen. Der Ortsname Gudme setzt sich zusammen aus den Wörtern Gott oder Götter (das ist heute nicht mehr nachvollziehbar) und Heim. Es ist also das Heim des Gottes oder der Götter. Noch interessanter sind aber die Namen der umliegenden "Berge", übersetzt heißen sie Tempelberg, Gott-/Götterberg und Opferberg.
Einige Forscher sprechen daher sogar von einer Sakrallandschaft.

Die nächsten Indizien, die beweisen das es sich bei Gudme um mehr handelt, sind die archäologischen Funde. Gudme war wohl von 100 v. bis 400 n. Chr. besiedelt.
Mit dem Schatz von Broholm 1833 begann die eigentliche Grabungsgeschichte der Region. Der Schatz besteht aus 4,15 kg Gold, die verarbeitet sind zu Ketten, Armringen und Münzen. Seit dem wurden über 1000 kg verarbeitetes Silber aus dem Boden geholt. Das Silber fand man vor allem in Form verschiedener römischer Münzen und als sogenannte Brakteaten. Brakteate sind germanische Münzen/Amulette mit figürlichen Darstellungen, die sehr stark an den Herrscherdarstellungen auf den römischen Münzen angelehnt sind.
Außerdem gibt es noch das Gräberfeld von Møllegårdsmarken auf dem sowohl Krügen aus regionaler Herstellung als auch römisches Glas gefunden wurden. Das spricht für sehr weitläufige Handelsbeziehungen der Ortsansässigen.

Den letzten Hinweis, den die Forscher 1993 fanden, ist die sogenannte Königshalle. Die dän. "Konge Hal" ist eine 47 m lange und 8-9 m breite Halle. Diese Ausmaße sind für ein Gebäude aus der damaligen Zeit unglaublich. Normale Häuser waren höchstens 20 m lang.
Ob es in Gudme aber einen König gegeben hat ist sehr umstritten. Die heutige Gemeinde Gudme würde es sicher sehr unterstützen als erstes dänisches Königreich zu gelten, aber beweisen lässt sich so etwas ohne schriftliche Quellen nicht. Und das ist die nächste Auffälligkeit: das Fehlen von schriftlichen Quellen. Daher bleibt Gudme vorerstmal ein archäologisches Rätsel.

Donnerstag, 6. November 2008

Møgeltønder

Ein komischer Name: Møgeltønder. Irgendwo im Nirgendwo, nahe der deutsch-dänischen Grenzen liegt der kleine Ort. Ein großes Schloß gibt es dort! Denn ist Møgeltønder der Wohnsitz von Prinz Joachim von Dänemark und seiner Frau Marie Cavallier. Hier leben die beiden und vor allem hier haben die beiden im Mai 2008 geheiratet.
Bei schönem Wetter muß es dort traumhaft sein, leider war am Tag meines Besuches mieses. Daher stellt euch das ganze einfach bei Sonnenschein vor:

Montag, 25. August 2008

Ein Elefant in Dänemark

Im Schloss Frederiksborg ist in verschieden Gemälden immer wieder ein kleiner weißer Elefant zu bewundern. Dieser Elefant ist ein Teil des Elefanten-Ordens, des höchsten und wichtigesten Ordens Dänemarks.


Wie etwa hier: ein Ausschnitt aus einem Gemälde, dass Königen Maragrethe II als 35jährige zeigt.
Dieser Orden wird heute nur noch an Mitglieder der königlichen Familie, etwa das Kronprinzenpaar, sowie an Staatsoberhäupter andere Länder verliehen. Wer ihn bekommt entscheidet alleine der Ordensmeister, die Königin.
Der Elefant war in Europa schon im Mittelalter ein Symbol für die Reinheit und Sittsamkeit. Außerdem waren Kriegselefant ein Symbol für die Verteidigung des Christentums.
Die Gründung des Ordens geht auf das 15. Jahrhundert zurück, damit ist er auch einer der ältesten staatlichen Orden der Welt. Seine Statuten wurden Ende des 17. Jahrhunderts aufgestellt und gelten bis heute. Frauen werden erst seit 1959 zugelassen.

Sonntag, 24. August 2008

Drei wichtige Schlösser der Dänen

Heute zogen vier Deutsche aus um ein wenig mit der dänischen Geschicht vertraut zu werden. Unsere Reise begann am Schloss Fredensborg, dem Frühlings- und Herbstsitz der königlichen Familie.


Da wir dort nicht hinein durften, zogen wir weiter nach Frederiksborg Slot. Einem Schloss, dass auf drei Insel gebaut wurde. Die einzelnen Teil des Schlosses sind über Brücken miteinander verbunden.

Frederiksborg Slot


Nach einem Rundgang durch den Barockgarten des Schlosses, der bedeutenste seiner Art in Skandinavien …


… ging es weiter nach Helsingør. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer nach Schweden, denn dies ist die engste Stelle des Øresund und die mußte bewacht werden. Sowohl von Kanonen und Schiffen als auch von der dänischen Sagenfigur Holger Danske, der wieder erwachen wird, wenn Dänemark in höchster Not ist. Doch hier gibt es noch mehr Geschichten: im Schloss Kronborg spielt das Shakespear Drama Hamlet.
Die Zollstelle bei Helsingør war jahrhundertelang eine der Haupteinnahmequellen des dänischen Staatshaushaltes. Immerhin gehörten beide Seiten des Sunds bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zu Dänemark. Erst im sogenannten Panikfrieden von Roskilde im Februar 1658 konnte der schwedische König Karl Gustav den südlichen Teil Skandinaviens zurückerobern.

Abgerundet wurde dieser Ausflug durch einen Besuch am nördlichen Ende der Insel Seeland: Gilleleje – dort gab es kein Schloss, einfach nur Strand und Meer.

Samstag, 23. August 2008